27.1.2026 – Die Kirchengemeinde Erkersreuth hat am Sonntag im Rahmen eines Gottesdienstes mit Jahresempfang und Mitarbeiterdank in der Schulturnhalle das große Engagement ihrer rund 120 haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden gewürdigt. Dabei gab es kleine Präsente, aber auch einen Rückblick auf das rege Gemeindeleben im vergangenen Jahr.
Pfarrer Dr. Jürgen Henkel griff die Mission als Thema des Sonntags auf und meinte in seiner Predigt: „Wenn unsere Kirche eine Zukunft haben will, dann muss sie ihren wesentlichsten Auftrag wieder ernster nehmen: den Auftrag zur Mission.“ Dies gelte besonders in für die Kirche schwierigen Zeiten. Er kritisierte: „Fatal und zynisch ist es – und auch ein Zeichen von Hilflosigkeit und Bequemlichkeit –, wenn manche Theologen heute angesichts des Niedergangs unserer Kirchen in Deutschland davon faseln, dass dies ein ‚Gesundschrumpfen‘ sei. Der Missionsbefehl Jesu Christi an die Kirche lautet: ‚Gehet hin in alle Welt, lehret alle Völker und tauft sie!‘ Nicht: Schaut zu, wie die Kirche den Bach runtergeht.“
Der Ortspfarrer hielt weiter fest: „Wenn wir heute unseren Mitarbeiterdankgottesdienst feiern, dann danken wir allen, die hier vor Ort in unserer Gemeinde und für unsere Gemeinde und damit für die ganze Kirche Gottes Dienst tun als Mitarbeiter im Weinberg des Herrn.“ Die Bandbreite der Ortsgemeinde spiegelte sich dann auch im Fürbittgebet wieder, an dem mit Udo Rödel, Catrin Schlott, Joachim Reuer, Anne-Sophie Göbel und Hella Völker Ehrenamtliche des Kirchenvorstands, der Jugendarbeit, des Gemeindevereins und des Hort-Fördervereins stellvertretend für alle Handlungsfelder und Dienste, Gruppen, Kreise und Einrichtungen der Kirchengemeinde mitwirkten.
Pfarrer Henkel gestaltete den festlichen wie fröhlichen Gottesdienst mit über 90 Teilnehmern gemeinsam mit Ruhestandspfarrer Werner Latteier aus Schirnding und freute sich, dass der Erkersreuther Kirchenchor unter der Leitung von Sabine Behr, der Posaunenchor Selb mit Günter Wolf und die Singing Friends des TuS Erkersreuth unter der Leitung von Andreas Tietze die Feier und auch den Jahresempfang musikalisch gestalteten, begleitet von Martin Wenzel am E-Piano.
Beim Jahresempfang würdigte Pfarrer Henkel die Mitarbeitenden der Kirchengemeinde mit den Worten: „Sie alle tragen dazu bei, dass unsere Kirchengemeinde ein lebendiges Zeugnis von Jesus Christus ablegt: ob als haupt-, neben- oder ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ob in der Jugendarbeit, im Besuchskreis oder im „Kontakt“-Redaktionsteam, ob im Kirchenvorstand oder im Gemeindeverein, in der Kirchenmusik, im Organisten-, Reinigungs- oder Mesnerdienst, in den Kitas, im Elternbeirat, im Hausmeisterdienst oder im Pfarrbüro: Jeder und jede von Ihnen leistet einen wichtigen Beitrag zu unserem Gemeindeleben und zu einer lebendigen Kirchengemeinde.“
Neben den klassischen Veranstaltungen habe es 2025 auch wieder besondere „Schmankerl“ gegeben, so der Pfarrer im Rückblick. Er erwähnte die Fastenaktion mit Vortrag zum Jubiläum des Glaubensbekenntnisses von Nizäa und den feierlichen Reformationsgottesdienst. „Das Interesse war sehr groß. Es hat gezeigt, dass sich die Gemeindeglieder durchaus
für theologische Fragen und auch Kirchengeschichte interessieren.“ Desweiteren nannte er das Gemeindefest mit der Weihe des neuen BuZ-Logos, die Didgeridoo-Musik bei „Kirche im Dorf“ in Lauterbach, und auch das Kirchweihkonzert mit dem Quartett „Gloria Patri“. Besonders schön sei die Konfirmandenrüstzeit mit tollem Programm in Innsbruck gewesen. Er erinnerte außerdem an die sehr gut besuchten Kanzelreden mit Adrian Roßner sowie Altlandrat und Ehrengemeindeglied Dr. Peter Seißer.
Vertrauensmann Udo Rödel machte in seiner Ansprache deutlich: „Wenn wir sehen, was wir in diesem Jahr 2025 als kleine Kirchengemeinde und als Kirchenvorstand alles geleistet haben, dann können wir dankbar sein. Unser neuer Kirchenvorstand hat sich seit der Wahl im Oktober 2024 gut eingearbeitet und etabliert. Zwei große Herausforderungen haben wir unter der Leitung von unserem Pfarrer Jürgen Henkel gut bewältigt. Wir haben ein Immobilienkonzept erstellt und ein Schutzkonzept. Beides ging zeitlich nicht zu Lasten der Gemeindearbeit.“
Rödel meinte weiter: „Unsere Kirchengemeinde hat allen Generationen etwas zu bieten, von den Kitas über die Konfirmanden- und Jugendarbeit bis hin zur Seniorenarbeit. Das alles ist nur möglich, weil viele Menschen immer wieder helfen und mit anpacken, wenn es drauf ankommt. Wir sagen heute dafür Dank.“ Der Vertrauensmann dankte auch Pfarrer Jürgen Henkel: „Als Kirchenvorstand freuen wir uns über die hervorragende Zusammenarbeit mit unserem Pfarrer. Wir hoffen, dass er uns noch lange erhalten bleibt. Er ist für uns wie ein Kapitän auf hoher See. Gerade in diesen Zeiten, wenn die Kirche so viel abschaffen will.“
Mit der in der Kirchengemeinde überaus engagierten „Wunderwaffe“ Gisela Uhl konnten Pfarrer Henkel und Vertrauensmann Udo Rödel dann eine langjährige Mitarbeiterin für 20 Jahre im Reinigungsdienst der Kirchengemeinde ehren. Beide übergaben Gisela Uhl eine Dankurkunde und kleine Präsente und lobten ihren weit überdurchschnittlichen Einsatz für die Kirche vor Ort. Gustav Kolofik dankte im Namen der Mitarbeitervertretung/MAV dem Pfarrer und dem Kirchenvorstand für die gute Zusammenarbeit.
Auch Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch dankte allen Mitarbeitenden der Kirchengemeinde Erkersreuth für die geleistete Arbeit und würdigte ausdrücklich den Einsatz der Ehrenamtlichen. „Hier in Erkersreuth wird von den Kitas bis zur Gemeindearbeit sehr viel geboten und Großes geleistet. Das wird bei jedem Jahresempfang wieder konzentriert deutlich. Das alles ist nicht selbstverständlich und eine echte Bereicherung für unsere Stadt Selb.“ Bei einem herzhaften Imbiss bestand anschließend die Gelegenheit zum Gespräch und gemütlichem Beisammensein.
selb-live.de – Presseinfo


