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tier selb 0726 dorie5.7.2026 – Für die Alaskan Husky Hündin Dorie sucht das Tierheim Selb mit Hilfe der selb-live.de-Leser ein neues Zuhause. Mehr Informationen, sowie ein Nachruf über das langjährige Vereinsmitglied Ursula „Uschi“ Huber, gibt es nachfolgend…

tier selb 0726 dorieDorie

Dorie ist auf der Suche nach sportlichen Zweibeinern.

Die Alaskan Husky Hündin Dorie wurde sehr schweren Herzens bei uns abgegeben. Sie erblickte am 17.04.2022 das Licht der Welt und lebte seit dem bei ihrer Familie. Dorie lebte bisher in einer Hundegruppe und war nie ohne Artgenossen. Sie mag es in Hundegesellschaft zu sein. Wenn sie Vertrauen gefasst hat, bindet sich die hübsche Hündin stark an ihre Menschen und geht mit diesen durch dick und dünn. Fremden Menschen gegenüber ist sie eher reserviert. Mit ihren Artgenossen versteht sich die soziale Dorie gut, jedoch ist sie Hündinnen gegenüber im eigenen Revier dominant. Ein Zuhause bei einem souveränen Rüden wäre perfekt für sie. 

Dorie ist in unbekannten Situationen und fremder Umgebung teilweise unsicher und braucht einen festen Halt seitens ihrer Menschen. Sie orientiert sich gut an ihrem Zweibeiner, wenn dieser ihr Halt und Sicherheit vermittelt. Dorie kann stundenweise allein bleiben (mit Zweithund) und ist ausgeglichen Zuhause, wenn sie ausgelastet ist. Dorie kennt das Zuggeschirr und läuft sowohl am Rad, als auch "am Mann". Allerdings ist sie auch hier etwas sicherer in Hundegesellschaft. Dorie ist eine liebevolle und verschmuste Hündin, die das Leben ihrer Menschen bereichern wird.

Wir suchen für Dorie eine Familie, die Freude daran hat mit ihr zu laufen und genauso sportlich und naturverbunden ist wie sie. Lange und ausgiebige Spaziergänge und Wanderungen sind genau das Richtige für die flotte Nudel. Ein Haus mit eingezäuntem Garten in ländlicher Gegend wäre optimal. Dorie hat einen Jagdtrieb und wird nicht zu Katzen und Kleintieren vermittelt.

 

Tierheim trauert um langjähriges Vereinsmitglied Ursula „Uschi“ Huber

Mit großer Trauer nimmt der Tierschutzverein Abschied von Ursula „Uschi“ Huber, die am 17. Juni 2026 kurz vor ihrem 83. Geburtstag verstorben ist. Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg prägte sie die Entwicklung des Tierheims entscheidend und hinterlässt Spuren, die bis heute sichtbar sind.

Im September 1989 kam Ursula Huber über Sonja Beck zum Tierheim. Aus einer anfänglichen Unterstützung entwickelte sich schnell ein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement. Über viele Jahre war sie nicht nur als Beisitzerin Mitglied des Vorstands, sondern zeitweise auch Kassiererin des Vereins. Vor allem aber war sie eine verlässliche Kraft im täglichen Tierheimbetrieb.

Besonders am Herzen lagen ihr die Sauberkeit im Tierheim und die Betreuung der Kinder und Jugendlichen. Mit großem persönlichem Einsatz begeisterte sie zahlreiche junge Menschen für den Tierschutz und legte damit den Grundstein für viele Ehrenamtliche, die sich dem Verein bis heute verbunden fühlen.

Bemerkenswert war ihr Engagement auch deshalb, weil sie unter einer schweren Katzenallergie litt. Nur mit Hilfe ihres Asthmasprays konnte sie ihre Arbeit im Tierheim überhaupt ausüben. Dennoch stellte sie ihre Liebe zu den Tieren stets über ihre eigenen gesundheitlichen Einschränkungen.

tier selb 0726 nachrufGemeinsam mit ihrer langjährigen Weggefährtin Karin Zollinger trieb Ursula Huber zahlreiche Entwicklungen voran, die das Tierheim nachhaltig veränderten. In einer Zeit, in der finanzielle Mittel äußerst knapp waren, sammelte sie in ihrem beruflichen Umfeld Spenden für Katzenstreu und finanzierte Putzmittel teilweise aus eigener Tasche. Sie gehörte zu den Menschen, die nicht nur über Probleme sprachen, sondern Lösungen fanden.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Walter Huber initiierte sie Anfang der 1990er Jahre den ersten Tag der offenen Tür des Tierheims. Was damals mit einem kleinen Grillfest und wenigen Bierzeltgarnituren begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer Großveranstaltung mit inzwischen mehr als tausend Besucherinnen und Besuchern und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit.

Ebenso engagierte sich Ursula Huber beim Porzellanflohmarkt, auf dem Bürgerfest und bei den traditionellen Weihnachtsbackaktionen, mit denen dringend benötigte Einnahmen für das Tierheim erzielt wurden. Aus diesen Aktivitäten entstand schließlich die Idee eines Tierheimladens. Den ersten Laden organisierte sie 2003 im ehemaligen Reckziegel und legte damit den Grundstein für die heute ehrenamtlich betriebenen Tierheimläden, die einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Tierheims leisten.

Auch baulich wirkte sie an der Entwicklung des Tierheims mit. Nach der Schaller-Erbschaft entstand 2003 unter Uschis Betreuung das heutige Wasch- und Kleintierzimmer.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Ursula Huber ihre aktive Mitarbeit im Tierheim ab etwa 2017 schrittweise beenden. Dennoch engagierte sie sich noch mehrere Jahre in den Tierheimläden und unterstützte den Verein bis zuletzt – etwa mit selbst gebackenen Kuchen.

„Mit Uschi Huber verlieren wir einen Menschen, dessen Einsatz unser Tierheim nachhaltig geprägt hat. Viele Angebote, Veranstaltungen und Strukturen, die heute selbstverständlich sind, gehen auf ihre Ideen und ihren unermüdlichen Einsatz zurück. Ohne sie wäre unser Tierheim nicht das, was es heute ist“, würdigt der Tierschutzverein das Lebenswerk seines langjährigen Mitglieds.

Der Verein wird Ursula „Uschi“ Huber ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Infos zum Tierheim in Selb

Aktuell alle Vermittlungstiere unter www.tierheim-selb.de

Kontakt: Tierheim Selb, Hafendecke 2, 95100 Selb

Telefon: 09287/3741, Mail: tierschutzverein-selb(at)t-online.de

 

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