27.8.2026 - Wie gut funktioniert eine Warnung, wenn es wirklich darauf ankommt? Genau das wird am Donnerstag, 10. September 2026, beim Bundesweiten Warntag getestet. Um 11:00 Uhr lösen Bund, Länder und Kommunen verschiedene Warnmittel aus. Im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge wird dabei in diesem Jahr erstmals seit vielen Jahren wieder in fast allen Städten und Gemeinden das Heulen der Sirenen zu hören sein.
Seit dem vergangenen Jahr werden die Anlagen sukzessive technisch umgerüstet. Inzwischen steht die Sirenenwarnung damit nahezu flächendeckend im gesamten Landkreis zur Verfügung.
„Wir stehen bei der Umrüstung kurz vor dem Abschluss. Damit haben wir bei der Sirenenwarnung im Landkreis einen wichtigen Meilenstein erreicht“, erklärt Christian Frohmader, zuständig für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz im Landratsamt. „Beim Warntag können wir erstmals nahezu flächendeckend erproben, wie das System im Zusammenspiel mit den anderen Warnwegen funktioniert. Genau dafür sind solche Tests wichtig: Wir sehen, was zuverlässig funktioniert und wo wir gegebenenfalls noch nachsteuern müssen.“
Der Bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Test der Warnsysteme in Deutschland. Gleichzeitig soll er die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnwegen vertraut machen. Denn im Ernstfall zählt nicht nur, dass eine Warnung ankommt, sondern auch, dass sie erkannt und richtig eingeordnet wird.
Neben den Sirenen gehören deshalb auch digitale Warnwege zum Warnmix. Die Probewarnung wird unter anderem über Warn-Apps, Rundfunk und Cell Broadcast verbreitet. Cell Broadcast ermöglicht es, Warnmeldungen direkt an empfangsbereite Mobiltelefone in einem betroffenen Gebiet zu senden – ohne dass dafür eine Warn-App installiert sein muss.
Um 11 Uhr beginnt die Probewarnung. Bei den Sirenen ist ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Um 11:45 Uhr folgt die Entwarnung mit einem einminütigen gleichbleibenden Heulton. Wer eine Warnung wahrnimmt, sollte sich im Ernstfall über Radio, Warn-Apps oder andere offizielle Informationskanäle über die Lage und mögliche Verhaltensempfehlungen informieren.
„Technik allein reicht im Ernstfall nicht. Eine Warnung hilft nur dann, wenn die Menschen sie wahrnehmen, einordnen können und wissen, wo sie weitere Informationen bekommen“, betont Landrat Peter Berek. „Deshalb ist der Warntag auch eine gute Gelegenheit, sich selbst einmal ganz bewusst zu fragen: Wie werde ich eigentlich gewarnt? Habe ich eine Warn-App installiert? Weiß ich, was das Sirenensignal bedeutet? Bevölkerungsschutz ist eine gemeinsame Aufgabe – und jeder kann einen kleinen Teil dazu beitragen.“
Ob die Warnungen tatsächlich angekommen sind, können die Bürgerinnen und Bürger anschließend selbst zurückmelden. Im Rahmen einer bundesweiten Online-Umfrage wird unter anderem danach gefragt, ob und über welche Warnmittel die Menschen erreicht wurden. Die Rückmeldungen helfen dabei, die Warnsysteme und Warnabläufe weiter zu verbessern. Die Umfrage läuft vom 10. bis 17. September 2026 und ist unter http://www.warntag-umfrage.de
erreichbar.
Weitere Informationen zum Bevölkerungs- und Katastrophenschutz sowie Hörbeispiele der Sirenensignale gibt es unter: http://www.landkreis-wunsiedel.de/landratsamt/zivil-und-katastrophenschutz
selb-live.de – Presseinfo Landratsamt Wunsiedel


