rosenthal outlet selb herausforderung

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rosenthal outletcenter selb wintermarkt 2019 66.5.2026 - Die Zukunft der verkaufsoffenen Sonntage in Selb steht auf dem Prüfstand. Was für viele Besucher ein attraktives Einkaufserlebnis darstellt, ist für zentrale Akteure am Standort von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Insbesondere das Outlet Center Selb sowie das Rosenthal Outlet Center und das NoBascis Fashion Outlet sind auf diese besonderen Verkaufstage angewiesen. Doch die Rahmenbedingungen gestalten sich zunehmend schwierig.

Hintergrund ist die rechtliche Vorgabe, dass verkaufsoffene Sonntage nur in Verbindung mit einer entsprechenden Veranstaltung in der Innenstadt durchgeführt werden dürfen. Konkret bedeutet dies: Ohne ein belebendes Rahmenprogramm – etwa Märkte oder Aktionen entlang der Ludwigstraße – sind Sonntagsöffnungen nicht möglich. Genau hier liegt aktuell die Herausforderung. Die Beteiligung sowohl des innerstädtischen Einzelhandels als auch externer Anbieter wie Fieranten ist zuletzt rückläufig gewesen.

Petra Dierck (Foto), Center-Managerin des Outlet Center Selb, hat sich deshalb mit einem eindringlichen Appell an Unternehmen, Vereine und Institutionen gewandt. „Die verkaufsoffenen Sonntage sind für uns elementar. Ein Wegfall dieser Tage ließe sich durch andere Maßnahmen kaum kompensieren“, betont sie. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass die Situation ein Umdenken erfordert: „Wir müssen über die Zukunft der verkaufsoffenen Sonntage neu nachdenken.“

In einem Austausch mit Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch sowie Vertretern des Stadtmarketings sei zwar grundsätzliches Interesse an Lösungen vorhanden, jedoch stünden viele Händler vor wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen. Diese erschwerten eine aktive Teilnahme an Sonntagsöffnungen zusätzlich.

Dierck setzt daher auf einen breiteren Ansatz. Ziel sei es, die Innenstadt an diesen Tagen nicht ausschließlich über den Einzelhandel zu beleben. „Wir wollen die Ludwigstraße attraktiver gestalten. Das muss nicht allein auf den Schultern des Einzelhandels lasten“, erklärt sie. Vielmehr gehe es darum, neue Akteure einzubinden und die Vielfalt zu erhöhen. petra dierck outlet center selbUnternehmen, Vereine und Initiativen seien aufgerufen, sich mit eigenen Ideen, Aktionen oder Ständen einzubringen.

Ein konkreter Fokus liegt bereits auf dem nächsten Termin: dem Wintermarkt am 8. November 2026. Dieser soll als wichtiger Meilenstein dienen, um ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das sowohl Besucher anzieht als auch die rechtlichen Voraussetzungen für eine Sonntagsöffnung erfüllt. Die Planungen laufen bereits, ein Austausch mit der Stadt ist für den 21. Mai im Rathaus angesetzt.

Dierck unterstreicht in ihrem Schreiben die Bedeutung des gemeinschaftlichen Engagements: „Letztlich geht es um mehr als nur Ladenöffnungen: Es ist die enge Kooperation und das gemeinschaftliche Miteinander aller Akteure, die unsere Stadt lebendig halten.“ Als positives Beispiel verweist sie auf die Veranstaltungsreihe „KunsTRäume“, die zuletzt gezeigt habe, welches Potenzial in koordiniertem Handeln steckt.

Die aktuelle Situation verdeutlicht zugleich einen strukturellen Zusammenhang: Ohne attraktive Innenstadtveranstaltungen fehlen die Voraussetzungen für verkaufsoffene Sonntage – ohne diese wiederum fehlen wichtige Frequenzbringer für den Handel. Ein Kreislauf, der nur durch gemeinsames Handeln durchbrochen werden kann.

Die Botschaft ist klar: Der Standort Selb kann nur dann nachhaltig gestärkt werden, wenn alle Beteiligten – vom Einzelhandel über Unternehmen bis hin zu Vereinen – an einem Strang ziehen. Der Aufruf zur Mitwirkung ist daher nicht nur als kurzfristige Maßnahme zu verstehen, sondern als langfristige Strategie für eine lebendige Innenstadt und einen starken Wirtschaftsstandort.

rosenthal outletcenter selb wintermarkt 2019 6selb-live.de – Michael Sporer

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