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logo handball hsv hochfranken18.10.2020 - Am Samstag stand das erste Ligaspiel der HSV Hochfranken an, die Spielzeit sollte mit einem Derby gegen die HSG 2020 Fichtelgebirge II beginnen. Ein Derby ohne Zuschauer und ohne die dazugehörige Stimmung war zu befürchten, doch für die Stimmung und die Emotionen sorgten die beiden Mannschaften von alleine.

Von Anfang an war die Partie von kleinen Nicklichkeiten auf beiden Seiten geprägt, keine Aktion des Gegenspielers blieb unkommentiert, keine Körpertäuschung ohne einen Körperkontakt und kein Durchbruch ohne Berührung. Allerdings kamen diese leider ab und zu sehr spät und die Schiedsrichter hatten in der Anfangsviertelstunde alle Hände voll zu tun, Ordnung in die Partie zu bringen, knapp die Hälfte aller Zeitstrafen wurden in den ersten 20 Minuten verteilt.

Die Konzentration einiger Spieler lag mehr auf der Provokation des Gegenübers als auf dem Spiel, was sich auch am Ergebnis zeigte. Die Partie begann schleppend, nach sechs Minuten konnten beide Teams erst einen Treffer für sich verzeichnen. Nach der Anfangsviertelstunde und einer Auszeit der Gäste, konnte beide Trainerteams ihre Mannschaften besser auf den Sport fokussieren, was sich auch sofort im Spiel niederschlug. Die Spieler der HSV fokussierten sich vermehrt auf ihr Abwehrspiel und agierten offensiv, Jonatan Riedel hielt dazu einige freie Bälle und machte es den Gegnern schwer. Die abgefangenen Bälle wurden zu diesem Zeitpunkt vor allem von Krauß und Herkt verwertet. Bis zur 25. Minute konnte der Vorsprung auf sieben Tore ausgebaut werden, was leistungsgerecht war. Beim Stand von 16:8 ertönte die Pausensirene und die Mannschaften begaben sich, wie vorgeschrieben, in ihre Hallenecken, da derzeit die Kabinen nicht für Besprechungen genutzt werden dürfen.

Nach der Halbzeitpause knüpften die HSV`ler nahtlos an die Leistung der ersten Halbzeit an und vergrößerten konsequent den Abstand zu den Gästen, und das obwohl nun einige Bälle in der Abwehr oder am Gästetorwart hängenblieben. Die Abwehr machte es für die Gäste extrem schwierig einfache Tore zu erzielen und führte immer wieder zu Ballgewinnen. Im Angriff wurde nun noch konsequenter der freie Mann gesucht und der Abstand konnte bis zur 50. Minute auf elf Tore ausgebaut werden. Bereits zur Mitte der zweiten Spielhälfte wurde munter durchgewechselt, was zu keiner Zeit zu einem Qualitätsverlust führte und den Gegner nur immer vor neue Aufgaben stellte, die sich nicht immer lösen konnten.

Die Spieler aus Selb und Rehau ließen zu keinem Zeitpunkt nach und zeigten keinerlei konditionelle Probleme, dadurch konnte der Vorsprung bis zum Ende auf zwölf Tore anwachsen.

Nach dem beschriebenen holprigen Start entwickelte sich eine ansehnliche Partie mit einem leistungsgerechten Ergebnis. Wenn es die Spieler nun in den anstehenden Spielen schaffen ihren Fokus sofort auf spielerische Inhalte zu legen, dann wird es für jede Mannschaft der Liga schwer gegen die HSV Hochfranken zu gewinnen. Am nächsten Wochenende geht es nun zum TV Gefrees und damit zum ersten richtigen Leistungstest in der neuen Saison.

 

HSV Hochfranken: Riedel, Köhler; Dirr (5), Scherdel, Vogel (5), Krauß (4), Reitmeier (2), Bußler, Ziesmann, Meinel (11/5), Schörner, Wolf, Schaller (1), Herkt (3)

Schiedsrichter: Bönisch, Weißflog

Zeitstrafen:​HSV: 5​​HSG 2020 Fichtelgebirge II: 5

Spielverlauf:​ 6. Minute 1:1, 12. 4:3, 20. 8:6, 25. 14:7, Halbzeit 16:8, 40. 20:11, 50. 26:15, 55. 28:17, Endstand 31:19

selb-live.de – Presseinfo HSV Hochfranken

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