25.10.2026 – Selber Wölfe vs. Stuttgart Rebels 2:3 (2:0; 0:2; 0:1); Die Selber Wölfe kassieren die nächste bittere Niederlage in der Oberliga Süd. Auch gegen die Stuttgart Rebels gehen die Wölfe am Ende als Verlierer vom Eis.
Schneller Doppelschlag der Wölfe
Die Wölfe erwischten einen guten Start in die Begegnung. Brown bediente Sturm mit einem schönen Zuspiel im Slot, dieser verzog frei vor dem Tor knapp. Wenige Augenblicke später machte es Pauker dann besser. Mit einem schönen Schuss unter die Latte besorgte er die Führung für seine Farben. Es ging Schlag auf Schlag weiter, Boyko drückte aus dem Gewühl heraus den Puck über die Linie und stellte somit auf 2:0. Diesen Treffer mussten die Wölfe teuer bezahlen, da sich der Stürmer hierbei erneut verletzte und in die Kabine musste. Es dauerte einige Minuten, ehe sich die Wölfe etwas von diesem Schock erholten. Dennoch stand die Defensive sicher und ließ kaum etwas nennenswertes an Chancen für die Gäste zu. Als Kuqi einen Puck in der neutralen Zone eroberte und vor dem Tor zu Fall gebracht wurde, erhielten die Wölfe ihr erstes Powerplay an diesem Abend. In den zwei Minuten schafften es die Gastgeber nicht, gefährliche Chancen zu kreieren. In den Schlussminuten waren die Rebels erstmals etwas aktiver und erspielten sich einige gute Torchancen, Weidekamp hielt seinen Kasten aber sauber.
Schwaches Mitteldrittel der Wölfe
Direkt mit Beginn des Mittelabschnittes hatten die Rebels die große Chance auf den Ausgleich. Nach einem Pass vors Tor war das lange Eck komplett frei, doch Weidekamp machte den Abschluss von Poncelet mit einem überragenden Fanghand-Save zunichte. Danach wurde es turbulent. Nach einem auf den ersten Blick fairen, wenn auch harten Check von Gelke wurde dieser nach Sichtung des Videobeweises mit einer Spieldauerstrafe belegt. In Überzahl war es dann Lalonde, der Gläser ein Bein stellte und nach angezeigter Strafe völlig übermotiviert auch noch einen Stockstich folgen ließ. Erneut folgte der Videobeweis, welcher für Lalonde eine sechsminütige Strafe mit sich zog. Kaum war das vier gegen drei Powerplay der Wölfe abgelaufen, gelang den Gästen der Anschlusstreffer. Herm gelang beim Konter der Beinschuss gegen Weidekamp. Im vier gegen vier waren die Rebels die deutlich aktivere Mannschaft und drängten auf den Ausgleich. Die Wölfe hatten alle Hände voll zu tun ihre Führung zu verteidigen und konnten erst im Powerplay wieder für etwas Entlastung sorgen. Rubin war es hier, der zwei gute Schusschancen hatte, sein Ziel jedoch knapp verfehlte. Nach dem Powerbreak waren die Wölfe erneut in Überzahl, dieses wehrte jedoch nur kurz. Nach einem Fehler in der neutralen Zone zog Sturm die Strafzeit und so ging es im vier gegen vier weiter. Sowohl hier als auch beim kurzzeitigen Powerplay der Rebels, kam es zu keinen größeren Chancen auf beiden Seiten. Das Spiel der Gastgeber wurde immer zerfahrener und es schlichen sich zunehmend Fehler im Passspiel ein. Dies wussten die Gäste bei etwas mehr als noch zwei Minuten Spielzeit zu nutzen und erzielten den nicht unverdienten Ausgleich.
Ideenlose Wölfe
Es änderte sich wenig auf Seiten der Wölfe - die Rebels waren deutlich besser in der Begegnung und witterten zunehmend ihre Chance. Bis auf eine Chance von Klöpper nach schönem Zusammenspiel mit Coughler war offensiv wenig zu sehen. Vor allem die neutrale Zone wurde von den Gästen immer häufiger mit einem Pass überspielt, wodurch die Rebels immer häufiger vor dem Tor von Weidekamp auftauchten. Gerade in die Phase hinein als es bei Selb vermeintlich etwas besser wurde, schlugen die Rebels dann zu und konnten erstmals in Führung gehen. Die Wölfe, welche inzwischen komplett verunsichert wirkten, konnten kaum noch Akzente setzen. Bezeichnend für das Spiel war ein erneutes Powerplay, in welchem erst wenig zu sehen war, sich kurz vor Ende dann aber doch die 100% Chance bot. Nach einem schönen Querpass stand Brown am langen Pfosten vollkommen blank, traf den Puck vor dem leeren Tor jedoch nicht richtig und setzte diesen dadurch nur ans Außennetz. Nach der Auszeit der Wölfe, ging Weidekamp vom Eis zu Gunsten des sechsten Feldspielers. Bis auf eine Chance von Rubin, welche Allavena parieren konnte, strahlten die Wölfe keinerlei Gefahr mehr aus und so retteten die Rebels ihren Vorsprung über die Zeit.
Mannschaftsaufstellungen und Statistik
Selber Wölfe: Weidekamp (Rose) – Hördler, Tramm, Elwing, Sturm, Ulrich, Müller - Gläser, Coughler, Boyko, Kuqi, Thal, Brown, Gelke, Rubin, Pauker, Giesl, Klöpper, Klughardt
Stuttgart Rebels: Allavena (Milic) – Kirchhoff, Lalonde, Tippmann, Holden, Zoweil, Fischer - Pistilli, Stewart, Poncelet, Herm, Watson, Schlenker, Pronin, Gornotzy-Slack, Renner
Tore: 3. Min. 1:0 Pauker (Gelke, Müller) 3. Min. 2:0 Boyko (Klöpper, Elwing), 25. Min. 2:1 Herm (Stewart) 31. Min. 2:2 Gorontzy-Slack (Watson, Schlenker) 49. Min. 2:3 Watson (Gorontzy-Slack)
Strafzeiten: Selb 14, Stuttgart 21
Schiedsrichter: Reitz, Lender (Reitz, Laudenbach)
Zuschauer: 1.647
selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe, Foto: Mario Wiedel



