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aktive buerger selb21.6.2026 – „Mit der 600-Jahrfeier der Stadt Selb auf dem Goldberg hat die Stadt ihr Gründungsjubiläum würdig und mit viel Herzblut gefeiert“, stellte deren Sprecher, Fraktionsvorsitzender Timo Kluth bei seiner Begrüßung knapp 30 anwesenden Mitglieder und Gäste beim Monatsstammtisch der Interessengemeinschaft fest. Vor allem die zahlreichen Vereine und Hilfsorganisationen hätten sich hervorragend präsentiert und wieder einmal gezeigt, dass das Ehrenamt in Selb großgeschrieben wird.

Anregungen, wie man manche Abläufe noch verbessern könne, werde man bei der 700-Jahrfeier berücksichtigen, erklärte Kluth augenzwinkernd. Lob für die Feier kam auch von Martin Pape und Dr. Gabriele Kaiser, die wie viele andere Mitglieder der Aktiven Bürger selbst an den zahlreichen Darbietungen mitgewirkt hatten.

Ein weniger erfreuliches Stammtischthema war die Ablehnung des Haushaltsplanentwurfs 2026 durch die Oppositionsparteien CSU, SPD und Freie Wählern Selb in der jüngsten Sitzung des kombinierten Haupt-, Finanz- und Bauausschusses. „Hier geht es der Opposition im Stadtrat weniger um das Wohl der Stadt als um kommunalpolitisches Kalkül“, bedauerte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. Der Haushalt könne jetzt nicht wie geplant im Juni 2026 verabschiedet werden. Das habe möglicherweise weitreichende Konsequenzen, die von den meisten Oppositionellen im Stadtrat nicht erkannt worden seien. „Die Stadt braucht auf jeden Fall einen verabschiedeten Haushalt, will sie bei der Stabilisierungshilfe berücksichtigt werden“ so Pötzsch.

Dass es 2026 nach dem Einbruch der Gewerbesteuer nicht gelingen werde, einen genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen sei den Stadträten über einen längeren Zeitraum detailliert erläutert worden. Man habe dazu eine Haushaltsklausur im April 2026, eine Sitzung der Haushaltskommission mit Mitgliedern aller Fraktionen und Vertretern der Stadtverwaltung, später Einzelerörterungen der Kämmerei mit den einzelnen Fraktionen und schließlich noch einmal eine Behandlung des Haushaltes in einer kombinierten Ausschusssitzung durchgeführt. Jeder Stadtrat sei umfassend informiert gewesen.

Stadträtin Anneliese Schade kritisierte, dass von der Mehrparteien-Opposition keine konstruktiven Vorschläge für Einsparungen oder Verbesserungen auf der Ausgabenseite gekommen seien. Man spreche von Personaleinsparungen, scheue sich aber konkrete Bereiche oder Stellen zu nennen. Stadtrat Dr. Klaus von Stetten konnte darüber hinaus nicht nachvollziehen, dass insbesondere Führungskräfte der Verwaltung, wie der Kämmerer und die Hauptamtsleiterin, zum Teil unsachlich angegriffen worden seien. Die Verwaltung leiste unter schwierigen Rahmenbedingungen engagierte Arbeit, stelle alle Informationen unter großem Aufwand zur Verfügung und verdiene deshalb eine sachliche Auseinandersetzung.

„Es ist schon bedauerlich, dass das Selber Kino „Spektrum“ immer wieder Ziel von Angriffen der Opposition aus CSU, SPD und Freien Wählern Selb ist“, so von Stetten verärgert. Dass das Kino nicht von 0 auf 100 starten werde, sei allen Selbern von vorneherein klar gewesen. Die Besucherzahlen steigen von Jahr zu Jahr deutlich, sodass in den nächsten Jahren mit einer spürbaren Ergebnisverbesserung zu rechnen sei. Aus seiner Sicht werde das Projekt, das damals mehrheitlich befürwortet wurde, häufig unter parteipolitischen Gesichtspunkten bewertet, statt die bisherigen Fortschritte anzuerkennen.

Mit Blick auf die Haushaltsdebatte stellte von Stetten fest: „Vom gesamten Stadtrat geplante Maßnahmen für das Jahr 2026 können durch die Verschiebung nun erst verspätet oder gar nicht mehr umgesetzt werden.“ Als Beispiel nannte er die dringend notwendigen Sanierungen der städtischen Straßen und Gehwege.

Anschließend teilte Ulrich Pötzsch mit, dass die Franz-Heinrich-Straße zumindest während des Wiesenfestes als Einbahnstraße befahren werden könne. Zudem habe man einen Sonderparkplatz bei der Handwerkskammer geplant.

Zum Schluss berichtete der Oberbürgermeister von den bereits durchgeführten Ortsprecherwahlen in einigen Selber Ortsteilen. Diese hätten gezeigt, dass sich im Sinne der Demokratie zumeist mehrere Bewerber für diese ehrenamtliche Tätigkeit bereit erklärt hätten, was ihn positiv stimmt.

selb-live.de – Presseinfo Aktive Bürger Selb

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