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rahm 17 00312.2.2023 - Die Selber Sozialdemokraten waren mit ihrem Roten Stammtisch diesmal in Oberweißenbach beim „Gottlieb“ zu Gast, dem seit circa 1350 existierenden historischen Fünfseithof im Selber Ortsteil. Bei frostigen Außentemperaturen informierten sich die Besucher am behaglichen Holzofen in der bereits wunderbar restaurierten ehemaligen Wohnstube des Gehöfts über dessen Historie und die Zukunftspläne. 

Ortsvereinsvorsitzender und Stadtrat Roland Graf bedankte sich bereits vorab bei den Besitzern, den Eheleuten Martin und Manuela Rahm, für die Einladung (Foto).

„Tüftler und Bastler“ Martin Rahm sprach über den Erwerb des ansonsten wohl dem Verfall preisgegebenen Anwesens von der Erfüllung eines Lebenstraumes. Da die Besitzerfamilie das Anwesen weder als eigenen Wohnraum noch für kommerzielle Zwecke nutzen wolle, funktionierten die Arbeiten nur in der Freizeit und als Team. Als Team ergänzten sich Manuela und Martin Rahm dann auch bestens in ihrer Präsentation in Wort und Bild, mit der sie den Gästen höchst informativ und kurzweilig über den bisherigen Verlauf ihrer Arbeit seit 2019 berichteten, also seit sie das komplette Anwesen übernommen hatten. An Einfallsreichtum fehlte es den beiden ganz gewiss nicht, so zum Beispiel bei der Verwendung von alten Ziegeln aus der abgerissenen Heinrich-Fabrik, die sonst wohl auf der Deponie gelandet wären.

Martin Rahm sprach von durchaus guten Gesprächen mit dem Bauamt und den Denkmalschutzbehörden, weniger anfreunden könne er sich mit dem Wust an Bürokratie, die beispielsweise beim Beantragen von Fördermitteln notwendig wäre. SPD-Vorstandsmitglied Volker Seitz griff das Thema auf rahm 17 003und merkte an, dass sich eigentlich in solchen Fällen Behörden von Stadt und Landkreis als echte Dienstleister zeigen müssten, der Slogan „Freiraum für Macher“ sei wohl kaum irgendwo treffender als bei dem Werk der Familie Rahm.

Jörg Bauriedel, Ortssprecher von Oberweißenbach, lobte das Projekt nicht nur als Bereicherung für den Ortsteil, sondern für die gesamte Stadt Selb. Es könne richtungsweisend für Menschen sein, die sich hier verwirklichen wollten, nicht nur aus der Region. Martin und Manuela Rahm sprachen in diesem Zusammenhang vom großen Besucherandrang im vergangenen Herbst, als der „Gottlieb“ zum Tag des offenen Denkmals seine Tore öffnete. Auch mehrere überregionale Medien seien auf sie zugekommen, so auch der Bayerische Rundfunk.

In der anschließenden Gesprächsrunde ging es aber auch noch um weitere aktuelle Themen. So tauchte die Frage auf, wie der Stand der Dinge zum geplante Radwegebau zwischen Oberweißenbach und Selb sei. Fraktionsvorsitzender Walter Wejmelka meinte dazu, dass es aufgrund stockender Grundstücksverhandlungen zäh voran ginge. Leider zeige sich die Staatsregierung bei der Reglementierung von Fördermitteln zum Radwegebau wenig flexibel und beharre meist auf eine Staatsstraßen begleitende Trassenführung, was die Suche nach Alternativen gerade in solchen Fällen einenge. Wejmelka warb entsprechend für das vermutlich im Sommer stattfindende Volksbegehren „Radentscheid Bayern“, für das sich die Selber SPD schon bei der Unterschriftensammlung im Zulassungsverfahren engagiert hatte. Er sehe darin eine entscheidende Weichenstellung für einen schnelleren Ausbau des Radwegenetzes in Bayern.

selb-live.de – Presseinfo SPD Selb

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