4.10.2026 - Selber Wölfe vs. EHF Passau Black Hawks 5:2 (0:0; 1:2; 4:0); Die Selber Wölfe feiern durch den Heimsieg gegen Passau ihr erstes sechs-Punkte-Wochenende der jungen Saison. Die Wölfe waren von Beginn an das spielbestimmende Team, es dauerte jedoch lange bis die Porzellanstädter aus ihrer klaren Überlegenheit auch Kapital schlagen konnten.
Torloses erstes Drittel
Selb kam schwungvoll aus der Kabine und hatte in Person von Gelke den ersten Abschluss. Goalie Engler hatte einiges zu tun, das nächste Mal wurde es nach einem Alleingang von Klöpper gefährlich, der mit seinem Abschluss an Engler scheiterte. Auf der Gegenseite war es Planics, der nach einem Solo an Weidekamp scheiterte. Die Wölfe waren das deutlich aktivere Team, während sich die Gäste eher darauf beschränkten defensiv sicher zu stehen und auf Konter zu lauern. Im Powerplay, kurzzeitig sogar in doppelter Überzahl, war von Passau wenig zu sehen. Die Gastgeber verteidigten konsequent und ließen kaum etwas zu. Die Wölfe drückten in den Schlussminuten nochmal, doch der Führungstreffer wollte im ersten Abschnitt nicht mehr gelingen.
Coughlers Premiere
Direkt zu Beginn des Mitteldrittels hatte Kuqi im eins gegen eins die große Chance auf die Führung. Vor Engler wurde er dann bei seinem Abschluss allerdings noch entscheidend gestört, weshalb der Torhüter erneut Sieger blieb. Es ging munter weiter, die Wölfe tauchten immer wieder gefährlich im Drittel der Gäste auf, doch sowohl Pauker als auch Rubin fanden ebenfalls keinen Weg an Engler vorbei. Das nächste Powerplay der Gäste wurde von den Wölfen erneut stark verteidigt und als Sturm von der Strafbank zurückkam, gab es die nächste hochkarätige Chance für Selb. Klöpper spielte Rubin frei, welcher wieder am stark reagierenden Engler scheiterte. Der Torhüter der Black Hawks stand nun immer mehr im Mittelpunkt und bewahrte seine Mannschaft quasi allein vor dem drohenden Rückstand. Passau konnte nur im Powerplay für etwas Entlastung sorgen, doch wieder führte an Weidekamp kein Weg vorbei. Die kalte Dusche für Selb folgte dann fünf Minuten vor Ende. Plancis zog vor Weidekamp ab und traf über die Schulter des Selber Schlussmanns hinweg ins Tor. Die Führung war nur von kurzer Dauer. Quasi im Gegenzug war es Coughler, der erst an Engler scheiterte, den Rebound dann aber locker im verwaisten Tor unterbrachte und somit nicht nur den Ausgleich, sondern auch seinen ersten Treffer im Trikot der Selber Wölfe bejubeln durfte. Direkt vom Bully weg war Brown auf und davon und wurde vor Engler zu Fall gebracht, was den Wölfen ein Powerplay einbrachte. Die dickste Chance ließ Rubin liegen, der von Pauker am langen Pfosten freigespielt wurde mit seinem Torschuss aber nur das Außennetz traf. Eine Minute vor Ende bestraften die Gäste den Chancenwucher der Wölfe und zeigten sich erneut in Person von Plancis äußerst kaltschnäuzig vor dem Tor von Weidekamp. Den ersten Versuch konnte der Goalie der Wölfe noch entschärfen, ehe Plancis im zweiten Versuch zur erneuten Führung traf.
Wölfe belohnen sich
Die Wölfe wollten den schnellen Ausgleich und hatten im Powerplay wieder eine Vielzahl an Chancen. Vor allem Philip Rubin hatte weiterhin kein Glück und scheiterte nach einem schönen Zuspiel von Gelke wieder an Engler. Nach einem Puckverlust hatte Blais im Break die Chance, doch Weidekamp parierte hier stark. Gerade als die Gäste wieder vollzählig war, traf Brown mit einem tollen Abschluss unter die Latte zum Ausgleich. Und die Wölfe konnten wenig später nachlegen. Pauker sorgte für die erstmalige Führung an diesem Abend für seine Farben als er entschlossen nachsetzte und Engler überwinden konnte. Jetzt lief es endgültig für die Wölfe, im Powerplay bauten die Wölfe nach einem schönen Spielzug über Tramm und Brown die Führung aus, als letzterer mit seinem Querpass Kuqi im Slot fand, der Engler durch die Beine hindurch zum 4:2 überwinden konnte. Die Wölfe kontrollierten die Begegnung in den letzten zehn Minuten und verwalteten ihren Vorsprung. Ein wirkliches Aufbäumen der Gäste war nicht mehr zu erkennen. Als Passau dann den sechsten Feldspieler brachte, war es Kuqi mit seinem zweiten Treffer, der mit dem Empty Net endgültig den Deckel drauf machte.
Mannschaftsaufstellungen und Statistik
Selber Wölfe: Weidekamp (Rose) – Tramm, Gläßl, Sturm, Elwing, Hördler, Raab, Ulrich – Giesl, Rubin, Brown, Klöpper, Coughler, Kuqi, Pauker, Thal, Gelke, Klughardt
EHF Passau Black Hawks: Engler (Eisenhut) – Horschel, D´Acunto, Burbach, Biberger, D. Maul, M. Maul – Meißner, Hobbs, Plancis, Blais, Schembri, Mößinger, Scheibengraber, Maschke, Stern, S. Maul, Arzt, Haberling, Jirgensons
Tore:
- Min. 0:1 Plancis (Blais)
36. Min. 1:1 Coughler (Klöpper, Sturm)
39. Min. 1:2 Plancis (Hobbs)
45. Min. 2:2 Brown (Tramm)
47. Min. 3:2 Pauker (Gelke, Thal)
49. Min. 4:2 Kuqi (Brown, Tramm; 5/4)
60. Min. 5:2 Kuqi (Klöpper)
Strafzeiten: Selb 10, Passau 10
Schiedsrichter: Metzkow, Schewe (Reitz, Laudenbach)
Zuschauer: 1.736
selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe, Foto: Mario Wiedel


