18.1.2026 - Erding Gladiators vs. Selber Wölfe 2:3 OT (0:0; 1:1; 1:1/0:1); Der Overtime-Sieg der Selber Wölfe bei den Erding Gladiators war ein hartes Stück Arbeit. Trotz deutlicher Überlegenheit konnte sich das Wolfsrudel nie richtig absetzen. In der Verlängerung dauerte es aber nur 14 Sekunden, ehe der verdiente Siegtreffer für Selb fiel.
Wölfe noch ohne Ertrag
Die Selber Wölfe spielten im gesamten ersten Drittel geduldig gegen tiefstehende Gladiators an. So gab es auf beiden Seiten insgesamt wenig zwingende Torszenen in den ersten 20 Minuten. In der 7. Minute hatte das Wolfsrudel zwar schon einmal gejubelt, doch nach Videobeweis war klar, dass die Scheibe die Torlinie nicht vollumfänglich überquert hatte. Kurz darauf war es auf der anderen Seite Modlmayr, der das erste richtige offensive Ausrufezeichen der Gastgeber setzte, sein Schuss ging allerdings klar an Weidekamps Kasten vorbei. Nach weiteren Chancen von Nemec und Gelke hatte Bauer die Wölfe-Führung auf dem Schläger, doch sein Abschluss nach Doppelpass mit Gelke wurde zur Beute für Gladiators-Goalie Meder. Kurz vor der Pausensirene versuchte es Pauker, doch auch er scheiterte am guten Erdinger Torhüter.
Wölfe beißen in Unterzahl zu
Auch für den zweiten Spielabschnitt hatten die Gladiators wieder ordentlich Beton angerührt. Immer wieder versuchten es die Gastgeber aus ihrer kompakten Defensive heraus mit langen Pässen in die Tiefe. Und in der 21. Minute hätten sie mit diesem Mittel fast Erfolg gehabt, doch der durchgebrochene Matheson ließ diese Chance ungenutzt liegen. Dann nahmen die Wölfe aber wieder das Heft in die Hand – sowohl am Eis als auch auf den Rängen. Pauker, Hördler und Weiß setzten Ausrufezeichen. Erstere mit Torchancen, letzterer mit harten, aber fairen Checks. In der 25. Minute hatten die Gastgeber erneut eine Konterchance, die Weidekamp aber vereitelte. Bedingt durch ein Powerplay mussten die Gastgeber sich ein wenig aus der Defensive wagen und das nutzten die Wölfe gnadenlos. Kapitän Gelke störte konsequent den Spielaufbau, eroberte sich die Scheibe und vollstreckte eiskalt zur verdienten Führung. Im weiteren Verlauf hätten Tabert, Lahtinen und Bauer den Spielstand ausbauen können, doch Meder schien seinen Kasten vernagelt zu haben. In der 39. Minute
hielt Weidekamp mit einem starken Save gegen Hobbs die Wölfe-Führung fest. Kurz vor der zweiten Pause war der Selber Keeper aber machtlos, als ein eigentlich harmloser Schuss unhaltbar abgefälscht wurde und so den Gastgebern zum schmeichelhaften Ausgleich verhalf.
Zwei weitere kuriose Treffer
Auch im Schlussabschnitt war Weidekamp zunächst einmal gleich gegen Hobbs gefordert, doch der Selber Goalie war hellwach aus der Kabine gekommen. Die nächste Großchance gehörte wiederum Selb, aber Kuqi scheiterte in Unterzahl. Kurz darauf besorgte Schutz – ebenfalls auf kuriose Weise – die erneute Führung für seine Farben. Sein Schuss wurde abgefälscht und fiel als Bogenlampe in die Erdinger Maschen. Im Anschluss hatte Nemec zwei gute Möglichkeiten, die Wölfe-Führung auszubauen. Auf der anderen Seite rettete aber auch Weidekamp gegen Matheson. Knapp vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit prallte die Scheibe zum Entsetzen aller Selber von Gauchs Schlittschuh zum Ausgleich für die Gastgeber ins Tor. Selb wollte unbedingt den Sieg und machte noch einmal ordentlich Druck in der Offensive, was den Gladiators noch eine Konterchance ermöglichte, doch erneut behielt Weidekamp im Privatduell mit Hobbs die Oberhand. So ging es in die Verlängerung, die Tramm mit dem verdienten Wölfe-Siegtreffer nach 14 Sekunden beendete.
Mannschaftsaufstellungen und Statistik
Erding Gladiators: Meder (Zabolotny) – Köttstorfer, Pfenninger, Forster, Kauhanen, Waldhausen – Hobbs, Matheson, Miller, Maier, Trattner, Pfleger, Modlmayr, Michl, Salhi
Selber Wölfe: Weidekamp (Kubik) – Raan, Tramm, Gauch, Müller, Kassay-Kezi – Kuqi, Nemec, Tabert, Spitzner, Weiß, Schutz, Lahtinen, Rubin, Pauker, Hördler, Bauer, Gelke
Tore: 29. Min. 0:1 Gelke (4/5); 40. Min. 1:1 Michl (Salhi, Kauhanen); 44. Min. 1:2 Schutz (Weiß); 57. Min. 2:2 Miller (Matheson, Kauhanen); 61. Min. 2:3 Tramm (Weiß)
Strafzeiten: Erding 0, Selb 6
Schiedsrichter: Spiegl, Blankart (Emminger, Kreuzer)
Zuschauer: 920
selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe, Foto: Pauline Manzke
Alle weiteren Spiele
Stuttgart Rebels – SC Riessersee 2:5 (1:1, 1:2, 0:2)
Tore: 1:0 (5.) Geidl, 1:1 (12.) Roach, 1:2 (27.) Roach, 2:2 (33.) Herm, 2:3 (35.) Höller, 2:4 (45.) Colley, 2:5 (58.) Höller; Strafminuten: Stuttgart 4, Riessersee 2; Zuschauer: 695.
ECDC Memmingen – Deggendorfer SC 4:3 n.P. (2:1, 1:0, 0:2, 0:0; 1:0)
Tore: 0:1 (15.) Baßler, 1:1 (17.) Ouderkirk, 2:1 (19.) Homjakovs, 3:1 (33.) Svedlund, 3:2 (42.) Roy, 3:3 (55.) D. Jackson, 4:3 (GWS) Svedlund; Strafminuten: Memmingen 8, Deggendorf 6; Zuschauer: 2.816.
EV Füssen – Höchstadt Alligators 6:5 n.V. (2:1, 2:3, 1:1; 1:0)
Tore: 1:0 (1.) Neudecker, 1:1 (12.) Seewald, 2:1 (16.) Straub, 2:2 (32.) Guft-Sokolov, 3:2 (32.) Straub, 3:3 (35.) Gron, 4:3 (36.) Homann, 4:4 (39.) Swinnen, 4:5 (55.) Seewald, 5:5 (60.) Straub, 6:5 (64.) Straub; Strafminuten: Füssen 4, Höchstadt 6; Zuschauer: 845.
EHF Passau Black Hawks – EV Lindau Islanders 1:5 (1:1, 0:3, 0:1)
Tore: 0:1 (11.) Sivic, 1:1 (15.) Nazzarett, 1:2 (26.) C. Wucher, 1:3 (34.) Kane, 1:4 (35.) Elo, 1:5 (41.) Marsall; Strafminuten: Passau 10, Lindau 14; Zuschauer: 714.
onesto Tigers Bayreuth – Tölzer Löwen 2:4 (1:1, 0:1, 1:2)
Tore: 0:1 (11.) Schönberger, 1:1 (18.) Hammerbauer, 1:2 (35.) Keränen, 1:3 (42.) Keränen, 2:3 (47.) Zimmermann; Strafminuten: Bayreuth 8, Bad Tölz 6; Zuschauer: 931.
Heilbronner Falken – EC Peiting 1:3 (0:0, 1:0, 0:3)
Tore: 1:0 (40.) Mapes, 1:1 (52.) MacKinnon, 1:2 (56.) MacKinnon, 1:3 (60.) Heger; Strafminuten: Heilbronn 6, Peiting 10; Zuschauer: 1.428.



