8.1.2026 – Die Selber Wölfe befinden sich in Topform und gehen mit viel Selbstvertrauen in zwei anspruchsvolle Partien. Nach überzeugenden Auftritten gegen Bayreuth und Riessersee warten mit den EHF Passau Black Hawks und dem Tabellenführer Deggendorfer SC nun die nächsten Härtetests auf dem Weg Richtung Saisonfinale. Tickets im Vorverkauf >>> reservix.de
Formkurve
16 Punkte konnten die Selber Wölfe aus den letzten sechs Partien mitnehmen, nur bei den EV Lindau Islanders musste sich das Rudel nach Verlängerung geschlagen geben. Vor allem für die Fans war der Derbysieg am vergangenen Freitag gegen die Onesto Tigers Bayreuth eine Genugtuung - gerade weil man den Erzrivalen zuhause nach Belieben dominierte. Im letzten Spiel am Dreikönigstag besiegte man den SC Riessersee mit 6:1.
„Bayreuth hatten wir gut im Griff. Es war eine gute Derby-Härte im Spiel und wir haben verdient gewonnen. Gegen Lindau waren wir im ersten Drittel die bessere Mannschaft, im zweiten war Lindau besser und im dritten war es ausgeglichen. Dass wir nach dem 1:3-Rückstand noch einmal zurückkommen konnten, spricht für unsere Moral. Schade, dass es nicht mit den zwei Punkten geklappt hat, aber nach dem Spielverlauf können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Gegen Riessersee haben wir im ersten Drittel ein Zeichen gesetzt, das Spiel im zweiten und dritten Drittel gut runtergespielt und verdient gewonnen“, resümiert Wölfe-Stürmer Daniel Weiß die letzten drei Partien.
Die Stimmung im Wolfsbau ist also gut, die Leistungen stimmen und daran will man auch am kommenden Wochenende anknüpfen.
Die Gegner
Die EHF Passau Black Hawks konnten am vergangenen Dienstag durch ihren Heimsieg über den EV Füssen eine Durststrecke von sechs Niederlagen in Folge beenden. Ein Grund für die Niederlagenserie ist sicherlich ein unglaubliches Verletzungspech bezüglich der Importspieler, das die Drei-Flüsse-Städter plagt. Carl „Buster“ Larsson bestritt am 28. Oktober sein letztes Spiel, der Schwede Hanssons Maans wurde erst Mitte Dezember nachverpflichtet. Zachary Nazzarett war einen Monat lang ausgefallen, feierte am Dienstag sein Comeback und steuerte hier gleich zwei Vorlagen bei. Die letzten beiden Spiele musste dann auch noch Harrogate passen, der zuvor im Saisonverlauf nur einmal ausgefallen war. Aktuell liegen die Black Hawks in der Tabelle auf Platz sechs, der die Teilnahme an den Pre-Playoffs bedeuten würde. Zweimal trafen beide Teams in dieser Saison schon aufeinander. Das Heimspiel entschieden die Wölfe mit 10:3 für sich, in Passau gewannen die Gastgeber mit 4:3 nach Verlängerung.
Der Deggendorfer SC (Heimspiel am Sonntag um 18.30 Uhr) führt weiter die Tabelle an, auch wenn Memmingen den Deggendorfer Patzer am Dienstag gegen Stuttgart nutzen konnte, um auf drei Punkte heranzurücken. Die der 6:7-Heimniederlage vorangegangenen vier Partien konnten die Niederbayern für sich entscheiden. Zwischen 23. November und 23. Dezember siegten sie elfmal in Folge, ehe die die Heilbronner Falken diese Serie beendeten.
Statistik
Fast die Hälfte aller erzielten Tore gehen beim Deggendorfer SC auf das Konto der drei Importspieler. 47 Prozent aller Treffer wurden somit durch einen der beiden Jackson-Zwillinge oder durch Harrison Roy erzielt. Bei den Selber Wölfen liegt die Last diesbezüglich nicht so stark auf den Schultern des Trios um Chris Schutz, Niko Lahtinen und Erik Nemec, die zusammen 51 der insgesamt 130 Treffer (39 Prozent) markierten. Auf einen noch niedrigeren Wert von 32 Prozent, was allerdings unter anderem auch dem großen Verletzungspech der Passauer „Kontis“ geschuldet ist, kommen die Black Hawks.
Daniel Weiß blickt voraus
Daniel Weiß stieß im November zu den Selber Wölfen, zog sich im fünften Spiel für die Porzellanstädter jedoch eine Verletzung zu, die ihn zu einer vierwöchigen Pause zwang. Spätestens seit seinem Comeback Ende Dezember ist der Routinier allerdings kaum mehr aus dem Wolfsrudel wegzudenken, überzeugt durch seine Präsenz auf dem Eis und hat in seinen letzten sieben Partien 13 Scorerpunkte erzielt. Der 35-Jährige ist angekommen bei den Selber Wölfen, wie er auch selbst bestätigt: „Ich hatte ja angekündigt, dass ich ein wenig Anlauf- und Eingewöhnungszeit brauchen werde. Inzwischen fühle ich mich sehr wohl in der Mannschaft und bin auch sehr akzeptiert bei den Jungs. Ich denke, die können auch viel von mir lernen. Es macht auf jeden Fall Spaß, hier zu spielen.“
Auch am kommenden Wochenende soll der Spaß nicht zu kurz kommen, auch wenn wieder einmal zwei schwere Aufgaben anstehen: „Ich habe von den Jungs gehört, dass wir in Passau in einem „ekligen“ Stadion antreten müssen. Die Black Hawks sind eine Mannschaft, die etwas weiter hinten drin ist. Von den Namen und vom Talent her sollten wir das bessere Team sein, aber auch diese Spiele müssen wir über die Härte und Arbeit gewinnen. Mit Deggendorf kommt dann die momentan beste Mannschaft der Liga mit einem brutalen Torwart hinten drin. Das wird definitiv ein spannendes Spiel und danach sehen wir, wo wir stehen. Es geht jetzt ja auch langsam ans Ende der Hauptrunde in Richtung Playoffs und da ist das nochmal ein guter Test für uns.“
Lineup
Eric Doronin (Saisonaus), Patrick Klöpper und Fabjon Kuqi müssen weiterhin verletzt oder erkrankt passen. Daniel Ulrich arbeitet zumindest schon wieder an seinem Comeback und Erik Nemec wird nach Erkrankung voraussichtlich wieder auflaufen können. Daniel Körber steht bereits wieder voll im Training.
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selb-live.de - Presseinfo Selber Wölfe, Foto: Mario Wiedel



