21.4.2026 - Die Hauptuntersuchung gehört zu den wichtigsten Pflichten für jeden Fahrzeughalter. Bei Neuwagen steht die erste HU nach drei Jahren an, danach müssen Fahrzeuge alle zwei Jahre zur Prüfung. Der nächste Termin steht direkt auf der Prüfplakette am hinteren Kennzeichen: Die Zahl in der Mitte zeigt das Jahr, die Zahl oben den Monat.
Viele Autofahrer übersehen die bunten Plaketten im Alltag. Die Farben wechseln jährlich und helfen Ordnungsbehörden bei der schnellen Kontrolle. Gelb steht beispielsweise für 2024, Orange für 2025. Wer sich unsicher ist, findet den Termin auch im Fahrzeugschein unter Ziffer I.
Besondere Regelungen gelten für Motorräder, Wohnmobile und Anhänger. Während Motorräder ebenfalls alle zwei Jahre geprüft werden, müssen schwere Wohnmobile über 3,5 Tonnen sogar jährlich zur HU. Oldtimer mit H-Kennzeichen hingegen genießen verlängerte Fristen. Die Prüfplakette gibt zudem Aufschluss über den Fälligkeitsmonat durch ihre Position: Der Monat steht immer an der obersten Stelle des Kreises, was eine schnelle Orientierung ermöglicht.
Kosten und Gebühren bei der Prüfung
Die Kosten für eine Hauptuntersuchung variieren je nach Fahrzeugtyp und Prüforganisation. Für einen PKW fallen in der Regel zwischen 100 und 120 Euro an, wenn gleichzeitig die Abgasuntersuchung durchgeführt wird. Motorräder sind meist günstiger, während Wohnmobile aufgrund des höheren Prüfaufwands mehr kosten können.
Bei überzogener HU kommen zusätzliche Gebühren hinzu. Ab zwei Monaten Verzug wird eine erweiterte Hauptuntersuchung fällig, die etwa 20 Prozent mehr kostet. Die gründlichere Prüfung soll sicherstellen, dass das Fahrzeug trotz der versäumten Frist noch verkehrssicher ist. Der Prüfer nimmt dabei besonders sicherheitsrelevante Bauteile wie Bremsen, Lenkung und Fahrwerk genauer unter die Lupe.
Zusätzliche Kosten entstehen, wenn Mängel festgestellt werden. Bei erheblichen Mängeln muss das Fahrzeug zur Nachprüfung. Diese kostet nochmals etwa 15 bis 30 Euro. Kleinere Mängel können oft direkt vor Ort behoben werden, wodurch sich eine Nachprüfung vermeiden lässt. Wer regelmäßig sein Fahrzeug wartet, minimiert das Risiko von Durchfallern und spart langfristig Geld.
Strafen bei überzogener Hauptuntersuchung
Wer die HU-Frist überzieht, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch Punkte in Flensburg. Bei einer Überziehung von zwei bis vier Monaten werden 15 Euro fällig. Ab vier Monaten steigt das Bußgeld auf 25 Euro, ab acht Monaten auf 60 Euro plus einem Punkt. Die Strafen gelten sowohl für das Fahren als auch für das bloße Abstellen des Fahrzeugs im öffentlichen Raum.
Bei einem Unfall mit abgelaufener HU drohen weitere Konsequenzen. Die Versicherung kann ihre Leistungen kürzen oder im schlimmsten Fall die Regulierung verweigern. Auch wenn der abgelaufene TÜV nicht die Unfallursache war, sehen Versicherer darin oft eine grobe Fahrlässigkeit. Gerade bei Personenschäden kann dies zu erheblichen finanziellen Belastungen führen.
Polizeikontrollen in Hochfranken achten verstärkt auf die farbigen Plaketten. Gerade auf den Bundesstraßen rund um Selb und Wunsiedel finden regelmäßig Verkehrskontrollen statt. Ein abgelaufener TÜV fällt dabei sofort auf und kann neben dem Bußgeld auch die Stilllegung des Fahrzeugs zur Folge haben.
Wo die HU durchgeführt werden kann
In Hochfranken stehen verschiedene Prüfstellen für die Hauptuntersuchung zur Verfügung. Neben den bekannten Organisationen wie TÜV, DEKRA und KÜS bieten auch viele Werkstätten die HU direkt vor Ort an. Diese Prüfstützpunkte haben den Vorteil, dass kleinere Mängel oft sofort behoben werden können.
Für alle, die regelmäßig in der Metropolregion Nürnberg unterwegs sind, bieten flexible Prüfstellen wie der TÜV in Fürth oft auch spontane Termine an. Gerade für Berufspendler aus dem Fichtelgebirge kann dies eine praktische Alternative sein, wenn die heimischen Prüfstellen ausgebucht sind.
Viele Prüforganisationen bieten mittlerweile Online-Terminvereinbarungen an. Das spart Wartezeit und garantiert einen festen Prüftermin. In der Urlaubszeit oder vor Feiertagen empfiehlt sich eine rechtzeitige Buchung, da die Termine schnell vergeben sind. Einige Stellen haben auch erweiterte Öffnungszeiten am Samstag, was besonders für Berufstätige von Vorteil ist. Die Kombination aus HU und AU lässt sich dabei meist in einem Termin erledigen.
Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung
Eine gute Vorbereitung erhöht die Chancen, die HU im ersten Anlauf zu bestehen. Grundlegende Checks kann jeder Fahrzeughalter selbst durchführen: Funktionieren alle Lichter? Sind die Reifen noch in Ordnung? Ist genügend Profiltiefe vorhanden? Auch die Scheibenwischer und die Hupe sollten einwandfrei funktionieren. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern, wobei Experten mindestens 3 Millimeter empfehlen.
Die Fahrzeugpapiere müssen vollständig zur Prüfung mitgebracht werden. Dazu gehören Fahrzeugschein, der letzte HU-Bericht und gegebenenfalls Nachweise über Umbauten oder Sonderausstattungen. Wer sein Auto regelmäßig warten lässt, sollte auch das Serviceheft dabei 2haben. Bei Fahrzeugen mit Gasanlage ist zudem die Gasprüfbescheinigung erforderlich.
Vor der Prüfung lohnt sich ein Besuch in der Waschanlage. Ein sauberes Fahrzeug macht nicht nur einen besseren Eindruck, sondern erleichtert dem Prüfer auch die Arbeit. Besonders der Unterboden und der Motorraum sollten frei von grobem Schmutz sein. Auch der Verbandskasten und das Warndreieck werden kontrolliert, ebenso die Warnweste, die seit 2014 Pflicht ist.
selb-live.de – Presseinfo; Foto: Wolfblur / pixabay.com


