Anzeige

logo aktive buerger selb24.1.2020 – „Unsere Dörfer sind ein liebenswerter Teil von Selb“, mit diesen Worten begrüßte der Sprecher der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten die anwesenden Spielberger bei der Wahlveranstaltung der Aktiven Bürger in der Gaststätte „Alte Schulschänke“. Man unterscheide nicht zwischen Dorf und Kernstadt,

jeder profitiere in Selb vom jeweils anderen, so von Stetten. Die Aktiven Bürger würden die Ortssprecher von fünf Selber Dörfern stellen und wüssten deshalb, wo der Schuh drücke.

Man habe für die gesamte Stadt einen „Fahrplan“, wohin die Entwicklung gehe und wisse deshalb, wovon man rede. Alle Projekte die jetzt zur Umsetzung anstünden seien gründlich und gewissenhaft vorbereitet und zur Planungsreife gebracht worden.

Oberbürgermeister Uli Pötzsch konnte gleich zu Beginn seiner Ausführungen bekanntgeben, dass vom Landratsamt die Genehmigung des städtischen Haushalts 2020 bereits angekündigt worden sei. „Damit können wir dieses Jahr wie geplant 14 Millionen Euro in verschiedene Vorhaben investieren, ohne auch nur einen Cent an neuen Schulden aufzunehmen“, erläuterte der Oberbürgermeister zufrieden.

Dann ging er ausführlich auf den geplanten Bike-Park entlang der bestehenden Skipiste am Kornberg ein. Dazu habe es bereits verschiedene, gut besuchte Informationsveranstaltungen für die Bürger gegeben. „Seit der neue Skilift gebaut wurde, hat es keinen nennenswerten Winter mehr gegeben“, schilderte Pötzsch die Situation in dem Naherholungsgebiet. Man sei jetzt vor der Entscheidung gestanden, entweder eine Erschließung der Anfahrtsstraße durchzuführen und eine sinnvolle Nutzung zu schaffen, oder den Lift abzubauen und die Straße zum Wirtschaftsweg abzustufen. Sechs Bürgermeister und die beiden Landräte in Hof und Wunsiedel hätten sich an einen Tisch gesetzt und eine Projektidee entwickelt, die eine ganzjährige, naturverträgliche Nutzung des Areals um den Skilift ermögliche. „Das ist der bessere Weg für unser Naherholungsgebiet“, zeigte sich Pötzsch überzeugt. Von vornherein seien der Bund Naturschutz und der Forst als Fachinstitutionen und Ratgeber beteiligt gewesen. Die Aktiven Bürger würden das Projekt vollumfänglich befürworten. „Bei allem, was jetzt entwickelt wird, sollen die Anwohner rund um den Kornberg eingebunden werden“, versicherte Pötzsch. Im Zusammenhang mit dem Bike-Park werde in den kommenden drei Monaten die Brandruine am Ortseingang abgerissen. „Hier entstehen ein Parkplatz und ein Informationspunkt“, so der Oberbürgermeister. Schließlich wolle man bei den Radfahrern darum werben, die Autos bereits in Schönwald oder am Ortseingang von Spielberg abzustellen, sofern die Anreise nicht schon mit der Bahn oder über die Radwege geschehe. Der jetzt geplante Radweg entlang der Staatsstraße zwischen Selb und Großwendern erhalte durch den Bike-Park einen noch höheren Stellenwert. Das Kornbergprojekt dürfte die Umsetzung nach Einschätzung von Uli Pötzsch beschleunigen.

Obwohl bereits aktuell von der Stadtverwaltung beim Straßenbauamt ein Überholverbot mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 80 für die Staatsstraße bei Spielberg vorgeschlagen worden sei, werde man sich die Möglichkeit eine Abbiegespur einzurichten offenhalten. Man werde die entstehenden Verkehrsströme aufmerksam beobachten und falls nötig Konsequenzen ziehen.

Gut passe zu den Plänen, dass die Spielberger Feuerwehr erstmalig mit einem modernen Feuerwehrfahrzeug ausgestattet werde. Die touristische Attraktion am Kornberg werde auch zusätzliche Aufgaben für die Wehr mit sich bringen.

Bei der anschließenden Diskussion wünschte sich Sabine Tröger, dass zeitnah mehr Kindertagesstätten-Plätze zur Verfügung stehen. Oberbürgermeister Pötzsch beschrieb die rasch ansteigende Zahl an Kindern in Selb als eine der Ursachen für den vorübergehenden Engpass. Die große Zahl an zuziehenden Familien mit Kindern habe die Planungen erschwert. Er zeigte dann im Detail auf, wie man derzeit mit verschiedenen Maßnahmen plane, das Angebot zu erweitern. „Dazu haben wir uns erst kürzlich mit den Trägern abgestimmt“, so Pötzsch.

Michaela Wirth interessierte sich für den Planungsstand bei den stationären Pflegeplätzen. Auch hier informierte der Oberbürgermeister über den aktuellen Planungsstand.

Rainer Viebig erläuterte die Missstände durch verfallende, leerstehende Häuser im Ortskern von Spielberg. Hier bot Uli Pötzsch an, die privaten Eigentümer anzuschreiben und deren Pläne in Erfahrung zu bringen.

selb-live.de – Presseinfo Aktive Bürger Selb

FacebookXingTwitterLinkedIn