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12.2.2020 - Es war die Frage, die eigentlich schon lange gestellt werden musste, und dieses Mal kam sie auch tatsächlich: „Woher wissen Sie so viel über die Simpsons?“ Sie kam von den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen und der Q11 des Walter-Gropius-Gymnasiums

und sie war gerichtet an Dr. Markus Hünemörder, Dozent an der LMU München, USA-Experte und inzwischen bereits Stammgast am WGG. Die Fachschaften Englisch und Sozialkunde hatten ihn zu einem Vortrag über die aktuelle gesellschaftliche Situation in den Vereinigten Staaten zu Beginn der Wahlkampfzeit eingeladen. Dabei assistierten ihm wie gewohnt die „Simpsons“, die Figuren der bekannten Cartoon-Serie, die seit inzwischen über 30 Jahren Entwicklungen, Verhaltensweisen und Klischees rund Amerika und die Amerikaner aufs Korn nehmen. Seit seiner Studienzeit in den USA ist Dr. Hünemörder genau aus diesem Grund ein Fan der Serie, wie er im Gespräch mit den Schülern verriet, das sich dem Vortrag anschloss und in dem er auch natürlich auf den bevorstehenden Wahlkampf und die Chancen Donald Trumps auf eine Wiederwahl angesprochen wurde. Dr. Hünemörder charakterisierte den Präsidenten und schilderte ihn als einen Politiker, der sehr genau taxierte, wann er die Chance haben würde, gewählt zu werden – die Simpsons widmeten ihm und seiner Präsidentschaft bereits wgg selb 02203vor etlichen Jahren eine Folge, doch im echten Leben war die Zeit dafür damals noch nicht reif. Ob er erneut gewählt werde, lasse sich jetzt noch nicht abschätzen, nicht nur, weil noch kein Gegenkandidat feststeht, sondern auch, weil für die Amerikaner die heiße Phase des Wahlkampfs erst vier bis sechs Wochen vor dem Wahltermin beginne. Und so wird der künftige Präsident der Vereinigten Staaten vielleicht beim nächsten Besuch Dr. Hünemörders in Selb eine zentrale Rolle spielen, dieses Mal beschäftigte er sich mehr mit der amerikanischen Gesellschaft insgesamt und wie sie sich in den Simpsons widerspiegelt. Von den Anfängen der Serie Ende der 80er Jahre bis zu den heutigen Folgen halten die Simpsons ihren „Landsleuten“ den Spiegel vor, ob es nun um Fernsehkonsum, soziales Verhalten, die Medienlandschaft oder Politik geht; genau diese Mischung macht den langanhaltenden Erfolg der Serie aus. Dr. Hünemörder bedauerte allerdings, dass die bissige Satire in den letzten Staffeln merklich abgenommen hat, die Simpsons seien aber trotzdem nach wie vor ein Indikator, wie es um die Gesellschaft in den USA bestellt ist; der treffende Titel seiner Präsentation lautete daher auch „The Simpsons and American Society – Life, Liberty, and the Pursuit of the Perfect Donut“. Die Schülerinnen und Schüler der WGG hörten gespannt zu und hatten natürlich ihren Spaß bei den Clips aus der Serie, mit denen Dr. Hünemörder seine Thesen unterlegte. Und sie waren sich einig, dass er auch in den kommenden Jahren wieder nach Selb kommen soll, um über die USA zu informieren – natürlich mit den Simpsons im Gepäck.

selb-live.de – Presseinfo WGG Selb

 

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