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verselb 052112.5.2021 – Selber Wölfe vs. Hannover Scorpions 4:3 n.P (2:2; 1:0; 0:1; 0:0) Diese Partie war nichts für Schwache Nerven. Erst das Penaltyschießen musste entscheiden. Und da blieb Wölfe-Stürmer Miculka kalt wie eine Hundeschnauze. In der „best-of-five“-Serie steht somit 1:1.

Der erste Spielabschnitt ließ weder für die Spieler als auch für die Zuschauer an den heimischen Fernsehgeräten Zeit für Verschnaufpausen. Das rasante Spiel wog hin und her mit reichlich Torszenen auf beiden Seiten. Dabei begann die Partie mit einer kalten Dusche für die Wölfe: Bereits in der ersten Spielminute eine zwei-auf-eins-Situation für die Scorpions. Und die nutzten Pfennings und Wilenius eiskalt zum 0:1 aus. Kurz darauf eine weitere hochkarätige Chance für die Gäste, doch diesmal war Weidekamp auf dem Posten. Nachdem Hechtl und Snetsinger noch knapp am Ausgleich gescheitert waren, war es Boiarchinov, der die Selber Farben über den Ausgleich jubeln ließ. Seinen Schuss sah der Scorpions-Goalie Jaeger erst sehr spät. Nur wenige Sekunden benötigten die Gäste für ihren ersten Überzahltreffer. Koziols Torabschluss wurde unglücklich von einem der VER-Spieler ins eigene Tor zur erneuten Gäste-Führung abgelenkt. Die Wölfe zeigten sich unbeeindruckt und kreierten weiter Chancen. Zunächst rettete Schmid in höchster Not vor Verelst und Gimmels Schuss zischte nur knapp am Gehäuse vorbei. In der 19. Minute jedoch besorgte Hammerbauer mit einem trockenen und platzierten Handgelenksschuss den abermaligen Ausgleich für unsere Wölfe.

Ab dem Mittelabschnitt ließen die Wölfe den Gästen weniger Platz in der neutralen Zone. Dies bedeutete im Umkehrschluss auch, dass Hannover weniger Chancen für ihre überfallartigen Tempogegenstöße bekam. In der 24. Minute fasste sich in Überzahl Miculka ein Herz, lief um das Tor herum, bemerkte, dass Jaeger aus seiner Position war und überlistete den Schlussmann der Gäste per „Bauerntrick“ zur erstmaligen Führung für die Wölfe an diesem Abend. Vier Minuten später zeichnete sich Weidekamp durch einen überragenden Save mit dem Stock aus. Im Anschluss brachten die Gäste durch die ein oder andere Unsportlichkeit Hektik in die Partie und versuchten so Strafen gegen die Wölfe zu provozieren, was ihnen auch einmal durch eine Schauspieleinlage, auf die die sonst guten Unparteiischen hereinfielen und gegen Snetsinger eine Strafe aussprachen, nicht gelang. Der weitere Verlauf war geprägt von Nickligkeiten, aber auch immer wieder von Torszenen, doch Zählbares brachten beide Teams bis zur zweiten Pausensirene nicht mehr auf die Anzeigentafel.

Im letzten Drittel der regulären Spielzeit standen die Hausherren gewohnt defensiv sicher, hielten die Scorpions überwiegend weit weg aus der Gefahrenzone und versuchten immer wieder selbst Chancen zu kreieren. In der 48. bzw. 49. Minute hatten Slavetinsky und Hammerbauer bei zahlenmäßiger Überlegenheit den vierten Selber Treffer ebenso auf dem Schläger wie in der 52. Minute Schiener, der den freistehenden Hammerbauer nicht gesehen hatte. Als dreieinhalb Minuten vor Ende Gimmel wegen einer Spielverzögerung die Strafbank drückte, verwertete Wilenius einen Abpraller und eine der wenigen klaren Chancen für die Gäste zum Ausgleich, welcher auch nach 60 Minuten Bestand hatte. So mussten beide Teams erneut Überstunden leisten.

Die Overtime war an Spannung kaum zu überbieten. Beide Mannschaften hatten Chancen, das Spiel per „Sudden Death“ für sich zu entscheiden. Doch Schüsse unter anderem von Miglio und Miculka zischten knapp am Tor vorbei. In der 72. Minute hatten die Wölfe eine heftige Drangphase der Scorpions zu überstehen, doch auch diese Herausforderung meisterte das Wolfsrudel. So kam es wie es kommen musste, die Entscheidung musste per Penaltyschießen herbeigeführt werden. Nachdem zunächst auf unserer Seite Miculka sowie Boiarchinov und für die Scorpions Wilenius als auch Koziol trafen, war es erneut Miculka, der nach einem Fehlversuch von Wilenius mit seinem zweiten verwandelten Penalty die Partie für den VER entschied.

 

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Selber Wölfe: Weidekamp (König-Kümpel) – Linden, Slavetinsky, Ondruschka, Silbermann, Gimmel, Otte, (Wenisch), Klughardt – Zimmermann, Miculka, Snetsinger, Miglio, Gare, Deeg, Schiener, Hammerbauer, Boiarchinov, Verelst, Gelke, Hechtl

Hannover Scorpions: Jaeger (Preuß) – Pietsch, Heinrich, Peleikis, Reiß, Thomson, Strakhov – Schmid, Wilenius, Pfennings, Glemser, Valery Trabucco, Kolupaylo, Knaub, Koziol, Kabitzky, Grosse, Marek, Arnold

Tore: 1. Min. 0:1 Wilenius (Pfennings); 9. Min. 1:1 Boiarchinov (Hammerbauer, Schiener); 10. Min. 1:2 Koziol (Wilenius; 5/4); 19. Min. 2:2 Hammerbauer (Linden, Slavetinsky); 24. Min. 3:2 Miculka (Slaventinsky, Linden; 5/4); 57. Min. 3:3 Wilenius (Koziol, Glemser; 5/4); 80. Min. 4:3 Miculka (Penalty)

Strafzeiten: Selb 12 + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Miglio; Hannover 12

Schiedsrichter: Flad, Gossmann (Koziol, Menz)

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selb-live.de – Presseinfo VER Selb

 

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