26.2.2026 - Mit der neuen Jugendhaltestelle gehen die Kommunale Jugendarbeit (KOJA) und der Kreisjugendring Wunsiedel im Fichtelgebirge neue Wege und direkt dorthin, wo junge Menschen sind: in Jugendzentren, an Treffpunkten, in Schulen und in die Kommunen des Landkreises. Das Ziel ist klar: zuhören, sichtbar sein, Beteiligung ermöglichen.
Zu Beginn des neuen Formats steht natürlich die anstehende Kommunalwahl im Vordergrund. „Mit der Jugendhaltestelle wollen wir die Wünsche von jungen Menschen im Landkreis in den Fokus setzen und diese an die neu gewählten politischen Vertreterinnen und Vertreter transportieren. Zusammen mit Politik und Verwaltung wollen wir das Fichtelgebirge für junge Menschen zu einem guten Zuhause machen“, betont der Geschäftsführer des Kreisjugendrings Manuel Wohlrab. Zum Auftakt machte die Jugendhaltestelle Station im Jugendtreff am Vorwerk in Selb. Mit dabei war die interaktive „Democracy Machine“, ein niedrigschwelliger Zugang, sich mit Diskurs und Konsens auseinanderzusetzen. Dieses Format wurde durch das Medienzentrum Parabol und die Medienfachberatung des Bezirksjugendrings Oberfranken entwickelt und zur Verfügung gestellt.
Um die Wünsche und Forderungen an die Kommunalpolitik zu tragen, gibt es außerdem die Möglichkeit, themenbezogene Wahlplakate (mit)zugestalten. „Junge Menschen unter 18 Jahre haben kein Wahlrecht, sind aber genauso von (kommunal)politischen Entscheidungen betroffen, wie alle anderen. Es muss für eine jugendgerechte Politik dazugehören, bei allen Prozessen, die Belange junger Menschen mitzudenken und einzubeziehen. Dafür fragt man sie am besten selbst“, stellt Svenja Faßbinder, Kommunale Jugendpflegerin, heraus.
Die Jugendhaltestelle ist ein Kooperationsprojekt des Kreisjugendrings und der Kommunalen Jugendarbeit. Gemeinsam setzen sie damit ein Zeichen für eine lebendige Demokratie im Landkreis und warum zusammenarbeiten und miteinander sprechen wichtig ist. Beteiligung entsteht nicht von allein – sie braucht Räume, Gelegenheiten und Menschen, die zuhören. Die nächste Station ist bereits am morgigen Freitag im Jugendzentrum „Werk 10“ in Marktredwitz geplant. Ab 14 Uhr können alle interessierten Jugendlichen vorbeikommen und sich nach Lust und Laune einbringen.
Die Jugendhaltestelle soll auch über den Sommer weitergehen. Immer vor Ort, um mit jungen Menschen in das Gespräch zu kommen. Jugendgruppen, Einrichtungen und Kommunen u.v.m. sind eingeladen, sich bei Interesse an den Kreisjugendring Wunsiedel oder die Kommunale Jugendarbeit des Kreisjugendamtes Wunsiedel i. Fichtelgebirge zu wenden.
v.l.n.r.: Manuel Wohlrab (Geschäftsführer Kreisjugendring), Landrat Peter Berek, Svenja Fassbinder (Kreisjugendpflegerin).
selb-live.de – Presseinfo Landratsamt Wunsiedel