19.3.2026 - Am 22. März findet der internationale Weltwassertag der Vereinten Nationen statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Water and Gender“ und lenkt weltweit den Blick auf einen gerechten Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen.
Auch wenn der Zugang zu sauberem Trinkwasser in Deutschland selbstverständlich erscheint, erfordert eine sichere Versorgung langfristige Planung und kontinuierliche Investitionen. „Im Versorgungsgebiet der Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM) ist die Bereitstellung von Trinkwasser in bester Qualität gewährleistet. Darauf können sich alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Lebenssituation oder sozialem Hintergrund verlassen“, betont ESM-Geschäftsführer Mathias Jakob. Um diese Versorgung dauerhaft zu sichern, hat der regionale Trinkwasserversorger in den vergangenen fünf Jahren weit über 8 Millionen Euro in die Sanierung und den Ausbau von Brunnen, Wasserwerken, Hochbehältern und Leitungsnetzen investiert.
Grundwasserschutz durch Kooperation mit der Landwirtschaft
Ein wichtiger Bestandteil ist dabei der vorsorgende Grundwasserschutz. Besonders Einträge von Nitrat aus der Landwirtschaft können Grund- und Oberflächengewässer belasten. Ein zu hoher Nitratgehalt ist für Menschen bedenklich, da Nitrat im Körper umgewandelt werden kann, was den Sauerstofftransport im Blut behindert. „Sauberes Trinkwasser beginnt bereits in der Natur. Deshalb arbeitet die ESM seit vielen Jahren eng mit Landwirtinnen und Landwirten zusammen, die in den Wasserschutzgebieten ihre Flächen bewirtschaften“, betont Christian Fischer, Betriebsingenieur für Trinkwasser bei der ESM. Die landwirtschaftlichen Betriebe reduzieren dort ihren Düngereinsatz auf ein Minimum. Für die Einschränkungen in der Bewirtschaftung erhalten sie eine Ausgleichszahlung vom Wasserversorger.
Zwischenfrüchte schützen das Grundwasser
Zusätzlich stellt die ESM den Landwirten kostenlos Saatgut für sogenannte Zwischenfrüchte wie Senf, Klee oder Ölrettich zur Verfügung. Diese Pflanzen binden im Herbst überschüssigen Stickstoff im Boden und verhindern, dass er über den Winter ins Grundwasser ausgewaschen wird. Das gemeinsame Engagement macht sich bezahlt: Die Nitratwerte im Trinkwasser im Versorgungsgebiet der ESM liegen deutlich unter dem europäischen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter (mg/l), derzeit je nach Versorgungsgebiet zwischen 1 und 22 mg/l.
„Der Weltwassertag erinnert uns daran, dass sauberes Wasser keine Selbstverständlichkeit ist“, sagt Jakob. „Damit auch zukünftige Generationen sicher mit Trinkwasser versorgt werden können, müssen wir unsere Wasserressourcen konsequent schützen.“
Grundwasserschutz ist elementar für die Qualität des Trinkwassers. Gemeinsam mit ihrem Team sorgen die beiden ESM-Trinkwassermeister Sören Blechschmid (li) und Christian Fraß dafür, dass den Menschen in der Region das Lebensmittel Nummer 1 auch in ausreichender Menge zur Verfügung steht.
selb-live.de – Presseinfo ESM