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Rahel Westerhoff Queerlife HofeV3.11.2026 – Im Rahmen der Sonderausstellung „Tatort Porzellan(ikon). Ein Krimi in Selb“ lädt das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan am Donnerstag, 12. November 2026, um 18:00 Uhr zu einer besonderen Vernissage nach Selb ein: Gemeinsam mit Rahel Westerhoff, der vorsitzenden Person des gemeinnützigen Vereins Queerlife Hof e. V., enthüllt das Museum das Kunstwerk „Die Würde des Porzellans ist unankratzbar“.

Die Sonderausstellung „Tatort Porzellan(ikon)“ beleuchtet unterschiedliche Formen von Kriminalität im Zusammenhang mit Keramik. Sie verbindet reale Kriminalfälle mit einem spielerischen, interaktiven Vermittlungsansatz: Die Besuchenden werden selbst zu Ermittelnden, entdecken Zusammenhänge und setzen sich auf ungewöhnliche Weise mit dem Thema Verbrechen auseinander. Zugleich legt das Museum großen Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den dargestellten Fällen. Die Achtung der Persönlichkeitsrechte und die Sensibilität gegenüber den Betroffenen stehen an erster Stelle. „Im Zuge der Recherchen zur Ausstellung bin ich unter anderem auf die deutlich gestiegene Zahl queerfeindlicher Hasskriminalität gestoßen“, erklärt Kuratorin Kathleen Klötzer. Ihre Recherche führte sie zum Verein Queerlife Hof e. V., der sich für die Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Akzeptanz von LGBTQIA+-Menschen in Stadt und Landkreis Hof einsetzt. Mit Veranstaltungen wie dem Hofer Christopher Street Day (CSD), Bildungsarbeit und weiteren Aktionen schafft der Verein Begegnungsräume, stärkt die queere Community und wirbt für Vielfalt, gegenseitige Achtung und ein respektvolles Miteinander.

Aus der gemeinsamen Initiative beider Partner ging das Kunstprojekt hervor, das sich mit den Lebensrealitäten queerer Menschen auseinandersetzt. Das Museum lud Queerlife Hof e. V. ein, sich aus queerer Perspektive künstlerisch mit Kriminalität, Diskriminierung und Gewalt auseinanderzusetzen. Dabei räumte es den Beteiligten größtmögliche gestalterische Freiheit ein. Einzige Vorgabe war, Porzellan als verbindendes Element zum Museum in das Kunstwerk zu integrieren. Die inhaltliche und künstlerische Umsetzung lag vollständig bei den Kunstschaffenden.

Rahel Westerhoff, vorsitzende Person von Queerlife Hof e. V., erklärt: „Kriminalität gegen queere Menschen steigt in den letzten Jahren rasant an, und das, obwohl wir in einer Demokratie leben, deren Aufgabe es wäre, Minderheiten zu schützen. Das Kunstwerk soll laut und schrill auf diese Rahel Westerhoff Queerlife HofeVProblematik aufmerksam machen.“ Das Kunstwerk erweitert die Sonderausstellung und zeigt, dass Porzellan weit mehr sein kann als Gebrauchsgegenstand oder Dekorationsobjekt: Als künstlerisches Ausdrucksmittel kann es gesellschaftliche Fragen aufgreifen, Denkanstöße geben und Diskussionen anregen. Die Kooperation ist zugleich ein weiterer Schritt, um kulturelle Teilhabe im Porzellanikon künftig stärker zu fördern und gesellschaftliche Vielfalt dauerhaft in der Museumsarbeit zu verankern. Im Rahmen seines laufenden Entwicklungsprozesses hin zu einem vielfältigeren und offeneren Museum möchte das Porzellanikon unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und Menschen nicht nur als Besuchende ansprechen, sondern ihnen auch Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung eröffnen. Damit versteht sich das Museum nicht nur als Ort der Bewahrung und Vermittlung von Kultur- und Industriegeschichte, sondern auch als Raum für Begegnung, gesellschaftlichen Austausch und die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen. Die Vernissage lädt dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie knüpft damit unmittelbar an das Anliegen der Sonderausstellung an, Kriminalität auch als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen zu begreifen und Empathie für Betroffene zu fördern.

Ort: Porzellanikon Selb, Werner-Schürer-Platz 1, 95100 Selb
Termin: Donnerstag, 12. November 2026
Beginn: 18:00 Uhr, Dauer ca. zwei Stunden
Eintritt: frei

Ausreichend Parkplätze sind vorhanden

selb-live.de – Presseinfo Porzellanikon Selb, Foto: Queerlife Hof e. V.