19.4.2026 – Zu ihrem ersten Stammtisch seit der Kommunalwahl trafen sich rund 35 Mitglieder und Gäste der Aktiven Bürger in der „Blockhütte“ am Reuthberg. Vorsitzender Timo Kluth hieß dabei auch Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und die Stadtratsfraktion willkommen. Mit dem Wahlergebnis zeigte sich Kluth sehr zufrieden: Die Aktiven Bürger stellen erneut die stärkste Fraktion im Selber Stadtrat und Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch konnte sich unter vier Kandidaten klar und ohne Stichwahl durchsetzen.
Gleichzeitig verwies Kluth auf entstandene Defizite: „Es ist bedauerlich, dass wir nun die einzige Gruppierung mit Fraktionsstärke sind, die weibliche Stadtratsmitglieder stellen.“ Zudem sei der aus seiner Sicht notwendige Generationswechsel parteiübergreifend nicht gelungen. Positiv zu bewerten sei, dass die Aktiven Bürger mit Bernd Neupert einen Neuzugang mit vielfältiger Expertise verzeichnen können.
Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über das Ergebnis der Kommunalwahlen: „Wir haben dank unserer Wählerinnen und Wähler wirklich gut abgeschnitten!“. Man habe einen sachlichen Wahlkampf geführt, auch schwere Themen gut erklären können und sei den Selberinnen und Selbern gegenüber offen und ehrlich gewesen.
3. Bürgermeister Dr. Klaus von Stetten verdeutlichte, dass die Aktiven Bürger weiter das Ziel verfolgen, eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Stadträten in der Fraktion zu haben. Timo Kluth, der jüngste Stadtrat habe bereits vor vier Jahren den Vorsitz des Ortsverbands der Aktiven Bürger übernommen. „Ich bin sehr froh, dass wir uns in der neuen Fraktion einig sind, dass Timo Kluth nun auch den Fraktionsvorsitz übernehmen wird“, so von Stetten.
Man werde zusätzlich im Laufe des Jahres die Weichen stellen, dass noch mehr junge Aktive Bürger in einem erweiterten Vorstand mitarbeiten und mitgestalten können. Positiv sei zudem, dass sowohl Ulrich Pötzsch als auch Klaus von Stetten mit einem deutlichen Wählervotum Selb wieder im Wunsiedler Kreistag vertreten werden.
In der anschließenden Diskussion wurde auf die Sanierung der Franz-Heinrich-Straße samt Brückenneubau im anschließenden Teil des Papiermühlweges eingegangen. Ulrich Pötzsch verdeutlichte, dass es sich bei beiden Straßenabschnitten und bei der Schützenstraße um eine Staatsstraße des Freistaates Bayern handle. Für die Sanierung sei das Straßenbauamt in Bayreuth zuständig. Die Stadt Selb sei lediglich für die Sanierung vorhandener Gehsteige entlang des Straßenzugs verantwortlich.
Wolfgang Achtziger kritisierte als ehemaliger Anwohner der Schützenstraße, dass diese erst vor rund 15 Jahren saniert worden sei. Die Maßnahmen seien damals offensichtlich so oberflächlich erfolgt, dass die Straße bereits wieder in sehr schlechtem Zustand sei.
Ulrich Pötzsch erläuterte, dass man sich von Seiten der Stadtverwaltung mit dem Straßenbauamt abstimme, um die Terminplanung dem Bedarf aller Beteiligten anzupassen. Schwierig sei das Brückenbauwerk, das eine besondere Konstruktion erforderlich mache, denn hier würden der Selbbach und die Hauptader des Selber Kanalsystems Richtung Kläranlage kreuzen. Man werde aber dafür sorgen, dass auch während der Baumaßnahmen alle Anwohner ihre Häuser und Wohnungen jederzeit erreichen könnten.
selb-live.de – Presseinfo Aktive Bürger