13.10.2026 – Selber Wölfe vs. ESV Kaufbeuren 3:6 (0:2; 1:1; 2:3); Den Porzellanstädtern fehlte bei der Niederlage gegen den ESV Kaufbeuren zum einen das notwendige Quäntchen Glück und zum anderen ließen sie sich von einigen zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen aus dem Konzept bringen. Letztendlich gingen der ESVK trotz allem als verdienter Sieger vom Eis.
Glücklose Wölfe
Die Selber Wölfe, die ihre Sturmformationen kräftig durcheinandergewirbelt hatten, starteten gut in die Partie und hatten bereits nach wenigen Sekunden hervorragende Torchancen durch Rubin und Brown. Die Gäste hingegen tauchten bis zur fünften Spielminute kaum gefährlich vor Selbs Torhüter Rose auf. Ihre erste richtige Chance nutzten die Gäste dann aber eiskalt aus: Schwamberger ließ mit seiner Direktabnahme aus kurzer Distanz dem Selber Goalie keine Chance. Die Wölfe kamen jetzt etwas aus dem Tritt. Es haperte an der Passgenauigkeit und so taten sich die Gastgeber schwer, einen geordneten Spielaufbau zu kreieren. Nachdem Rose in der 13. Minute noch stark gegen Burghart reagiert hatte, war er eine Minute später machtlos als er einen mehr als unglücklich abgefälschten Treffer von Eriksson zum 0:2 hinnehmen musste. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Pause.
Wölfe hadern mit den Unparteiischen
Zu Beginn des zweiten Drittels hatte Kaufbeurens Torhüter Quapp Mühe nach einem Schuss von Brown, der Abpraller fand aber keinen Abnehmer auf Selber Seite. In der 27. Minute dann endlich der vermeintliche Befreiungsschlag für die Selber Wölfe: In Unterzahl spielten die Porzellanstädter einen Konter über Gelke und Müller gut aus, sodass Gläser die freie Schussbahn zum 1:2-Anschlusstreffer nutzen konnte. Die Wölfe haderten im weiteren Verlauf immer wieder mit Entscheidungen der Unparteiischen. So auch in der 30. Minute als die Gäste das 1:3 durch Blomqvist unter heftigen Selber Protesten bejubelten. Ab jetzt rückte das Team Stripes immer mehr in den Mittelpunkt der Partie, das jeglichen Protest der Wölfe mit Strafen quittierte.
Anschlusstreffer, aber keine Wende
Im Schlussabschnitt witterten die Selber Wölfe nochmal Morgenluft. In der 44. Minute ließ Brown den Kaufbeurer Torhüter im Alleingang wunderbar aussteigen, doch der Kanadier setzte den Puck nur an den Pfosten. Vier Minuten später hatte Kuqi mehr Glück und netzte zum vielumjubelten 2:3-Anschlusstreffer ein. Ausgerechnet als Selb kurz darauf in Überzahl agierte, verloren die Wölfe im Spielaufbau die Scheibe und mussten das 2:4 hinnehmen. Dem Gegentreffer zum 2:5 ging ein klares Halten an einem Selber Spieler voraus, aber statt einer Strafe gegen Kaufbeuren zählte der Treffer und Klöpper musste wegen Reklamierens auf die Sünderbank. Im weiteren Verlauf wurde auch noch Müller vom Eis gestellt und die Allgäuer nutzten diese doppelte Überzahl zum 2:6. Nur noch Ergebniskosmetik war dann Coughlers Treffer zum 3:6 eine Sekunde vor der Schlusssirene.
Mannschaftsaufstellungen und Statistik
Selber Wölfe: Rose (Weisekamp) – Gläßl, Tramm, Elwing, Sturm, Raab, Müller, Hördler, Ulrich – Gelke, Rubin, Brown, Klöpper, Coughler, Gläser, Pauker, Thal, Kuqi, Giesl, Bauer, Klughardt
ESV Kaufbeuren: Quapp (Babulis) – Augst, Renner, Stowasser, Eichinger, Pellizzari, Ribnitzky, Schams – Burghart, Schwamberger, Tripcke, Blomqvist, Eriksson, Elo, Kislinger, Laaksonen, Oswald, Fischer, Nikitins
Tore: 5. Min. 0:1 Schwamberger (Burghart, Tripcke); 14. Min. 0:2 Eriksson (Blomqvist, Elo); 27. Min. 1:2 Gläser (Müller, Gelke; 4/5); 30. Min. 1:3 Blomqvist (Eichinger, Stowasser); 51. Min. 2:3 Kuqi (Pauker, Thal); 51. Min. 2:4 Elo (4/5); 58. Min. 2:5 Tripcke (Schwamberger); 58. Min. 2:6 Blomqvist (Eichinger, Elo; 5/3); 60. Min. 3:6 Coughler (Gelke, Sturm; 5/4)
Strafzeiten: Selb 24 + 10 gegen Gelke, Kaufbeuren 16 + 5 gegen Kislinger
Schiedsrichter: Lajoie, Altmann (Ohlwein, Ernst)
Zuschauer: 1.341

selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe; Foto: Mario Wiedel