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20260123 SEL MEM 07729.1.2026 - Nach einer starken Reaktion in Riessersee geht die Mannschaft von Headcoach Felix Schütz selbstbewusst ins nächste Wochenende. Beim Tabellenführer Deggendorf am Freitag und am Sonntag (18.30 Uhr) zuhause gegen die aktuell heiß laufenden Islanders sind Einsatz, Disziplin und Nervenstärke gefragt.

Formkurve

Vollkommen verpennt haben die Selber Wölfe am vergangenen Freitag die ersten 15 Minuten im Spitzenspiel zuhause gegen die ECDC Memmingen Indians. Ehe sich die Mannen von Headcoach Felix Schütz versahen, lagen sie mit 0:5 Toren zurück. Doch konnte man aus der Partie, die 2:6 endete, auch positive Erkenntnisse ziehen. Denn die übrigen 45 Minuten waren die Wölfe den Indians ebenbürtig, und mit etwas mehr Glück hätte man der Mannschaft der Stunde, die nun zwölf Siege in Folge eingefahren haben, sogar noch ins Wanken bringen können. Dass die Mannschaft auf einem stabilen Fundament steht, hat sich dann am Sonntag gezeigt. Die Niederlage vom Freitag war in allen Mannschaftsteilen verdaut, auch bei Goalie Weidekamp, der fünf der sechs Treffer einstecken musste und beim souveränen Sieg in Garmisch eine tadellose Leistung abrufen konnte.

Selbs Goalie Nico Wiens zieht folgendes Resümee aus dem vergangenen Wochenende: „Das Spiel gegen Memmingen war leider nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir sind schlecht ins erste Drittel gestartet, ins zweite Drittel sind wir dann besser reingekommen und haben zwei Tore geschossen. Wir hatten vor, das Spiel noch zu drehen. Wir hatten die Motivation, waren bereit und wollten kämpfen, aber Memmingen hat es uns schwer gemacht und hat letztendlich verdient gewonnen. Das Spiel gegen Riessersee war meiner Meinung nach relativ gut. Wir haben gut gespielt, haben gute Plays gemacht. Es war auch wichtig nach dem Spiel gegen Memmingen, dass wir wieder Selbstvertrauen aufbauen konnten.“

 

Die Gegner

Am Freitag reist der Wölfe-Tross zum Spitzenreiter Deggendorfer SC nach Niederbayern. Der DSC konnte seine letzten drei Spiele in Folge gewinnen und so einen knappen Zwei-Punkte-Vorsprung vor Memmingen in der Tabelle behaupten. So wie es aussieht, werden diese beiden Teams die Oberliga-Süd-Meisterschaft unter sich austragen. Bei ihrem letzten Gastspiel in Deggendorf konnten die Wölfe einen Punkt entführen. Die beiden Begegnungen in Selb gingen je einmal an die Wölfe als auch an Deggendorf.

Die EV Lindau Islanders haben aktuell einen guten Lauf und konnten ihre letzten vier Partien alle für sich entscheiden. Der Tabellensechste konnte sich dadurch ein kleines Polster von zehn Punkten auf Platz sieben verschaffen. Dennoch haben die Bodenseestädter keinen Punkt im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation zu verschenken. Alle drei bisherigen Begegnungen zwischen den Islanders und den Wölfen endeten mit nur einem Tor Unterschied, wobei die beiden Partien in Lindau sogar in die Verlängerung gingen. Hier hatten einmal die Wölfe das bessere Ende für sich. Ihr Heimspiel Ende September entschieden die Wölfe mit 3:2 für sich.

 

Statistik

Unter allen drei Mannschaften haben die Selber Wölfe die offensivstärksten Verteidiger. Thomas Gauch belegt in der Wertung der punktbesten Verteidiger ligaweit mit 43 Scorerpunkten Rang 4. Auch unter den Top 10 zu finden ist Stephan Tramm mit 31 Punkten auf Rang 9. Den ersten Deggendorfer findet man mit Brett Humberstone auf Rang 11 (29 Punkte). Offensivstärkster Lindauer Verteidiger ist Routinier Steffen Tölzer mit 17 Punkten auf Platz 33.

 

Nico Wiens blickt voraus

Nico Wiens befindet sich gerade in seiner ersten richtigen Saison im Senioreneishockey und weist nach zehn Einsätzen bei den Selber Wölfen und drei Spielen mit den Ravensburg Towerstars in der DEL2 hervorragende statistische Werte nach. Kein Wunder also, dass der 20-Jährige mit der aktuellen Situation ganz zufrieden ist: „Ich bin relativ zufrieden mit 20260123 SEL MEM 077meinen Statistiken und den Spielen, die ich bis jetzt geliefert habe. Ich muss aber auch dazu sagen, dass das Team in allen Spielen, in denen ich im Tor stand, super gespielt hat. Es wurde hart gearbeitet, egal ob in der Defensive oder im Sturm. Deshalb bin ich dem Team dankbar, dass meine Statistik so aussieht wie sie aussieht.“

Am kommenden Wochenende erwartet Nico Wiens zwei schwere Gegner: „Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren. Wir wissen, was da auf uns zukommen wird am Freitag. Auch am Sonntag kommt ein starkes Team. Dennoch: Wenn wir aufs Eis gehen und jeder sein Bestes gibt, dann bin ich der Meinung, dass wir in beiden Spielen jeweils drei Punkte holen können.“

 

Lineup

Eric Doronin (Saisonaus) Richard Gelke und Daniel Weiß (4 bis 6 Wochen Pause) fallen weiterhin aus. Hinter dem Einsatz von Lois Spitzner steht aufgrund einer Unterkörperverletzung ein Fragezeichen. Maximilian Gläßl wird hingegen nach überstandener Verletzung sein Comeback geben. Daniel Ulrich, Patrick Klöpper und Jonas Körber arbeiten weiter an ihrem Comeback.

selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe, Foto: Mario Wiedel