22.1.2026 – Nach drei erfolgreichen Partien innerhalb weniger Tage wartet auf die Selber Wölfe nun ein echtes Härtestück: Am Freitag (20 Uhr) gastiert mit den Memmingen Indians der aktuell heißeste Titelkandidat in der NETZSCH Arena, bevor es am Sonntag (16 Uhr) nach Garmisch geht. Tickets für die Wölfe-Heimspiele >>> reservix.de
Formkurve
Von der Niederlage gegen den Tabellenführer Deggendorfer SC zeigte sich das Wolfsrudel am vergangenen Wochenende gut erholt. Einem souveränen 6:1-Heimerfolg folgte ein knapper Sieg nach Verlängerung in Erding, ehe man am Dienstag wieder zu Hause gegen den EV Füssen mit 5:2 gewann. Zufrieden zeigen sich die Wölfe mit acht von neun möglichen Punkten aus drei Spielen allerdings keineswegs, wie Leitwolf Richard Gelke betont: „Unser Ziel gegen diese drei Gegner waren definitiv neun Punkte. Acht haben wir geholt, einen haben wir leider in Erding liegengelassen. Aber ich glaube, gerade das Spiel gegen Stuttgart haben wir mit einer konzentrierten, gemeinschaftlichen Leistung sehr solide über 60 Minuten gezogen. Wir wussten vom ersten Spiel in Erding, dass das kein Selbstläufer wird und die Gladiators gerade auch zu Hause sehr gefährlich sind. Ich denke, wir haben über weite Strecken das Spiel dominiert, leider aber nicht die nötige Torgefahr ausgestrahlt bzw. haben wir uns die Chancen erarbeitet, aber es nicht oft genug geschafft, den Puck mit dem notwendigen Glück ins Tor zu bringen. Letztendlich beweist der Overtime-Sieg wieder einmal unsere Moral. Leider haben wir einen Punkt abgegeben, aber irgendwie ist es in dieser Saison schwierig für uns, in Erding zu bestehen. Das letzte Spiel gegen Füssen war auch nicht einfach. Wir haben uns lange Zeit schwergetan. Wir hatten das Spiel zwar unter Kontrolle, aber wiederum nicht die nötige Torgefahr ausgestrahlt. Vielleicht hätten wir etwas geradliniger spielen und mehr zum Tor gehen müssen. Aber letztendlich haben wir auch in dem Spiel drei Punkte eingefahren. Auch die Underdogs in dieser Liga haben schon bewiesen, dass sie den ein oder anderen größeren Gegner ärgern können. Deshalb bin ich froh, dass wir den erwarteten Heimsieg geholt haben.“
Die Gegner
Die Memmingen Indians sind aktuell die ärgsten Verfolger des Spitzenreiters Deggendorfer SC. Nur zwei Punkte trennen beide Teams momentan. Die auf den Rängen drei und vier folgenden Tölzer Löwen und Selber Wölfe haben schon zwölf bzw. 16 Punkte Abstand zu Memmingen. Die Allgäuer sind zurzeit die formstärkste Mannschaft. Ihre letzte Niederlage datiert vom 26. Dezember, und der Gegner hieß ausgerechnet Selb. Die Porzellanstädter könnten sich also erneut zum Angstgegner entpuppen und die zehn Spiele andauernde Siegesserie der Maustädter beenden. Für ordentlich Brisanz ist also im Spitzenspiel der Oberliga Süd am Freitag gesorgt. Dreimal sind beide Teams in dieser Saison schon aufeinandergetroffen. Die erste Partie im Allgäu ging mit 5:1 an Memmingen, das Rückspiel in Selb konnten die Wölfe mit 7:2 für sich entscheiden. Und beim zweiten Aufeinandertreffen am Hühnerberg reisten die Wölfe nach einem 4:3-Auswärtserfolg mit drei Punkten im Gepäck nach Hause.
Der SC Riessersee kämpft um die Teilnahme an den Pre-Playoffs. Aktuell belegt das Team aus Garmisch Partenkirchen Rang zehn, dieser würde gerade so für die Qualifikation reichen. Doch sicher ist hier noch nichts, sind doch Passau und Stuttgart dem SCR direkt auf den Fersen und auch für Füssen und Erding ist bei zwölf ausstehenden Partien noch nicht aller Tage Abend. Riessersee hat jedoch noch 13 Partien zu spielen, da hier ein Nachholspiel gegen Höchstadt aussteht. Seit dem letzten Aufeinandertreffen gegen die Selber Wölfe haben die Garmischer drei Siege (gegen Tölz, Lindau und Stuttgart) sowie zwei Niederlagen (gegen Heilbronn und Bayreuth) verbucht. Die bisherigen Begegnungen gingen allesamt an Selb (3:0, 4:1 und 6:1).
Statistik
Die Selber Wölfe haben momentan den besten Zuschauerschnitt der Liga. Durchschnittlich 2.059 Zuschauer besuchen bei Heimspielen des Wolfsrudels die NETZSCH Arena. Fast genauso viel Zuspruch erfahren die Memmingen Indians bei ihren Heimspielen in der ALPHA COOLING-Arena am Hühnerberg mit einem Schnitt von 2.033 Zuschauern. Der SC Riessersee folgt in diesem Ranking auf Platz 6 mit durchschnittlich 1.676 Zuschauern pro Spiel im altehrwürdigen Olympia-Eissportzentrum. Tüchtig zu diesem guten Zuspruch haben ausgerechnet die Memminger beigetragen, die am 2. Weihnachtsfeiertag mit sage und schreibe 26 Fanbussen und etwa 2.000 Schlachtenbummlern nach Garmisch reisten. Ganz so viele Selber werden es am Sonntag nicht werden. Doch auch das Fanprojekt Selb hat einen Buskonvoi organisiert und so werden etwa 500 Anhänger aus der Porzellanstadt den Weg mit nach Garmisch antreten. Eine Tatsache, die Wölfe-Kapitän Richard Gelke stolz macht: „Solche Spiele – gerade wenn so viele Fans den Weg auf sich nehmen – sind immer etwas Besonderes. Das kommt in der Mannschaft immer gut an. Wir rechnen das den Fans sehr hoch an, egal bei welchem Spiel. Ich erinnere mich noch an die Partie in Passau, wo uns sehr viele Fans unterstützt haben, obwohl die Straßenverhältnisse draußen sehr widrig waren. Auch das in Garmisch wird wieder eine klasse Sache. Vielen Dank im Namen der Mannschaft und wir freuen uns auf das Spiel!“
Richard Gelke blickt voraus
Dass die Memmingen Indians seit ihrer Heimniederlage gegen die Selber Wölfe alle zehn Spiele gewonnen haben, ist laut Richard Gelke in Mannschaftskreisen kein großes Thema: „Wir als Mannschaft schauen nicht so genau drauf, wer da gerade wie lange eine Sieges- oder Niederlagenserie laufen hat. Wir wollen jedes Spiel voll konzentriert angehen. Wir wissen natürlich, dass Memmingen eine der Top-Mannschaften ist. Da benötigen wir auch wieder volle Konzentration und müssen vom ersten bis zum letzten Wechsel bereit sein und wollen auch gegen Memmingen die drei Punkte holen und den nächsten Sieg einfahren.“ Doch auch vor Riessersee warnt der Routinier eindringlich, obwohl man den Gegner bereits dreimal klar geschlagen hat: „Egal, ob es gegen Memmingen, Erding, Füssen oder Garmisch geht – jede Mannschaft in der Liga kann gefährlich sein, wenn wir nicht unser Spiel spielen, nicht voll konzentriert sind und unsere Leistung nicht voll abrufen. Deshalb fahren wir jetzt mit der gleichen Mentalität wie im Heimspiel dahin, wollen auch dort wieder von Anfang an Vollgas geben und bereit sein.“
Lineup
Eric Doronin (Saisonaus) und Maximilian Gläßl (Unterkörperverletzung) fallen weiterhin aus. Lukas Valasek ist nach überstandener Erkrankung zurück im Lineup. Daniel Ulrich, Patrick Klöpper und Jonas Körber arbeiten an ihrem Comeback.
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selb-live.de – Presseinfo Selber Wölfe; Foto: Mario Wiedel