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selb siedlergemeinschaft reuthberg 05188.5.2018 – Unlängst trafen sich die Mitglieder der Siedlergemeinschaft Selb-Reuthberg zu deren diesjähriger Hauptversammlung im Stammlokal „Blockhütte“. Zwar waren etwas weniger Siedler als üblich erschienen, jedoch hatten die besprochenen Themen keineswegs weniger Bedeutung.

 

Erster Vorsitzender Dominik Voigt referierte in seinem Vorstandsbericht über Vieles, was nicht nur Siedler in naher Zukunft betrifft. So zum einen die neue Datenschutzgrundverordnung, die zum 25.05.2018 in Kraft tritt und die Vereinsarbeit wieder ein ganzes Stück aufwändiger machen wird. „Bis zu 40 Millionen Euro Strafe stehen bei Verstößen im Raum, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen“, so Voigt, der in diesem Zusammenhang auch eine erneut zunehmende Bürokratie erwartet.

Nicht nur für die Mitgliederstatistik bedeutsam war zum Jahreswechsel 2017/’18 die Auflösung der Siedlergemeinschaft Selb-Ost und die Übernahme eines großen Teils ihrer bisherigen Mitglieder. Nach ihrem Ende im Herbst 2017 hat Voigt in Absprache mit dem Bezirksvorstand, sowie seinen Selber Siedlerkollegen sich bereiterklärt, die „freiwerdenden“ Siedler in die SG Selb-Reuthberg zu integrieren. Da das Verwaltungsgebiet seiner SG dadurch aber um ein separates Wohngebiet im Bereich Wartbergweg und Umgebung erweitert wurde, galt der Dank des Vorsitzenden speziell den Aktiven, die sich um das Kassieren der Mitgliedsbeiträge, sowie um das Austragen der Verbandszeitschrift kümmern; für das Verteilgebiet Ost kam Werner Rummel neu hinzu. Vorsitzender Voigt zeigte sich somit zuversichtlich, dass die Mehrarbeit erfolgreich gemeistert werden könne. Im Vergleich zum Landesverband mit gesunkenen Mitgliederzahlen könne man froh sein, dass die SG Selb-Reuthberg somit erneut eine Zunahme und Stabilisierung erfahren hat. Mit 70 Mitgliedern Anfang 2018 befinde man sich in jedem Fall auf einem guten Weg, so Voigt, der die SG fünf Jahre vorher mit 51 Mitgliedern übernommen hat.

Das insbesondere bayernweit vorherrschende Siedlerthema ist aber nach wie vor die Straßenausbaubeitragssatzung. Auch wenn in letzter Zeit viel von einer Abschaffung die Rede gewesen ist, will der Verband Wohneigentum zusammen mit seinen Siedlergemeinschaften auch weiterhin wachsam sein – sollte sich herausstellen, dass nur leere Versprechungen im Vorfeld der Wahl getätigt wurden, sieht man sich gezwungen, Popularklage und Volksbegehren durchzuziehen. Wichtig ist es Vorsitzendem Voigt überdies, dass klar ist, von wem die Abschaffung der „StrABS“ eingeleitet wurde. „Nämlich nicht von politischen Parteien, sondern vom Verband Wohneigentum und einem immer breiter werdenden Bündnis zur Abschaffung der Ausbaubeiträge“, so Voigt, der zusammen mit einer großen Menge lautstarker „StrABS“-Gegner beim CSU-Parteitag 2017 in Nürnberg wirksam auf das gemeinschaftliche Anliegen aufmerksam gemacht hat.

Neben diversen Neuigkeiten aus Kreis- und Bezirksverband – insbesondere der neuen, landkreisweiten Rabattliste, gab Voigt auch die Bemühungen um eine gute Öffentlichkeitsarbeit bekannt. Mit in Print- und Onlinemedien verbreiteten Pressemitteilungen, einer seit gut einem Jahr existierenden facebook-Seite und dem klassischen Schaukasten sieht man sich hier gut aufgestellt.

Sicher vorbereitet startete Voigt zufolge dessen Siedlergemeinschaft in das neue Jahr, da eine Rauchwarnmelder-Sammelbestellung durchgeführt wurde, ehe die Nachrüstungspflicht wirksam wurde.

Im Anschluss referierte Fred Kreusch als stellvertretender Vorsitzender der SG Selb-Reuthberg zum Thema Siedlerfahrt. 2017 führte diese in den Frankenwald, wo Ziele wie die „Arnikastadt“ Teuschnitz und eine Pralinenmanufaktur in Lauenstein angesteuert wurden. Als Highlight durfte der Besuch des beeindruckenden Gotteshauses St. Laurentius, dem sogenannten „Dom des Frankenwaldes“, in Buchbach gewertet werden. Auch 2018 wird Kreusch in bewährter Tradition mit dem Gartenbauverein Erkersreuth eine Tagesfahrt auf die Beine stellen, wobei es diesmal weiter nördlich, genauer gesagt zu Burgen und Schlössern im Saaletal gehen wird. Dominik Voigt dankte Fred Kreusch für dessen Ausführungen und bat die Mitglieder um zahlreiche Anmeldung.

Nachdem der von Dominik Voigt in Vertretung von Gerda Barton vorgetragene Kassenbericht keinen Anlass zu Kritik gab und die Vorstandschaft erfolgreich entlastet werden konnte, gab der Vorsitzende noch einen kurzen Ausblick auf die anstehenden Aktivitäten. So werden auch 2018 wieder Gartenabfallsammlungen mit dem Pressplattenwagen des KUFi durchgeführt werden – dies aber erstmals in vorteilhafter Kooperation mit der SG Selb-Kappel. Da der erste Termin hierfür auf den 16. Juni fällt, bietet sich nach Voigts Worten ein Besuch des im Anschluss stattfindenden Siedlerfestes auf der Kappel an, wo sich Tim Krippner – seines Zeichens neuer Kreisvorsitzender – auf viele Besucher freut. Weiter verwies Voigt auf das neue FuG-Gartenkochbuch, die baldige Siedlerreise der SG Schönwald und empfahl seinen Mitgliedern die Nutzung der zahlreichen Haltestellen des Cortina-Eismannes im Einzugsgebiet der SG Selb-Reuthberg.

In der Hoffnung, im nächsten Jahr wieder einen Versammlungstermin zu finden, an welchem mehr Mitglieder Zeit haben, schloss der Vorsitzende anschließend offiziell die Sitzung – weiterführende Wortmeldungen aus der Mitgliederschaft gab es nicht. Gerne ließ man sich aber in gemütlicher Runde noch das eine oder andere Getränk schmecken.

selb siedlergemeinschaft reuthberg 0518Foto von links nach rechts: Schriftführerin Cornelia Voigt, erster Vorsitzender Dominik Voigt, stv. Vorsitzender Fred Kreusch

selb-live.de - Presseinfo Siedlergemeinschaft Selb-Reuthberg