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9.9.2019Glockentierchen oder Rädertierchen ‒ was diese Lebewesen für die Wasserqualität bedeuten, weiß Kevin Kautsch aus dem FF. Er hat seine Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik bei den Abwasserbetrieben Selb (AWS) mit Bravour bestanden.

Auf den Abschluss mit 1,0 ist nicht nur er selbst stolz, auch Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und Klaus Burkhardt, Werkleiter der AWS, zeigen sich beeindruckt: „Das ist der beste Abschluss, den wir bei der AWS in diesem Berufsbild bisher hatten“, sagt Ulrich Pötzsch, der auch Vorsitzender des Werkausschusses ist. Kevin Kautsch hat das Angebot einer Festanstellung von AWS-Werkleiter Klaus Burkhardt angenommen und ist seit August einer von acht im Team, das die Kläranlage betreut. „Abwassertechnik ist auch aktiver Umweltschutz, schließlich bewegt sich Wasser in einem ständigen Kreislauf“, betont Klaus Burkhardt, „dazu braucht es engagierte und fähige Mitarbeiter, die sich um die Reinigung der Ressource Wasser kümmern.“ In den Unternehmen, die sich in Selb um Energie, Wasser und Abwasser kümmern, komme der Ausbildung junger Nachwuchskräfte generell eine hohe Bedeutung zu. Insgesamt 11 junge Menschen bilden die AWS und die Energieversorgung Selb-Marktredwitz GmbH (ESM) in diesem Jahr aus, im ersten Lehrjahr sind es zwei. Die Chance, anschließend wie Kevin Kautsch übernommen zu werden, ist hoch: „Viele unserer Mitarbeiter sind quasi Eigengewächse, die wir selbst ausgebildet haben“, erläutert Klaus Burkhardt. Das gelte für die AWS genauso wie für die ESM, die auch für weitere fünf Kommunen die technische und kaufmännische Unterstützung in der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung anbieten.

In seiner Abschlussprüfung musste Kevin Kautsch auch die Namen von Mikroorganismen parat haben, die in der Kläranlage für Reinigung sorgen. Neben Glocken- und Rädertierchen sind das etwa 15 verschiedene Lebewesen. An ihnen kann er unterm Mikroskop ablesen, wie es um die Reinigungsleistung im Klärbecken bestellt ist. Zur täglichen Arbeit gehört das Überwachen, Steuern und Dokumentieren von allen Abläufen inklusive Abwasser- und Klärschlammbehandlung. Der Beruf der Fachkraft für Abwassertechnik ist dabei besonders abwechslungsreich, „man lernt Schlosser- und Labortätigkeiten gleich mit. Unsere Azubis müssen auch mal in den Abwasserkanal“, erklärt Daniela Fröber, Technische Leiterin der AWS. Sie hat selbst vor fast 30 Jahren die Ausbildung in Selb absolviert, seit knapp 20 Jahren bildet sie aus. Das Fingerspitzengefühl, das es braucht, um die Kläranlage optimal zu steuern, gibt Daniela Fröber an Auszubildende weiter: „Da gilt es zu entscheiden, ob man zum Beispiel mehr Sauerstoff oder Nahrung zuführt, oder Bakterien entfernt, bis die Reinigungsleistung wieder stimmt.“ Bei der Betriebsführung lege man außerdem Wert auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen. Um Energie zu sparen, ist in den vergangenen Jahren im Belebungsbecken die Belüftung optimiert worden.

Wie bei der Energie- und Wasserversorgung gilt auch beim Abwasser: Wenn es irgendwo klemmt, ist schnelle Hilfe gefragt. Neben den zehn Pumpwerken und den drei eigenen Kläranlagen ist die AWS auch für Hohenberg und Schirnding im Einsatz. Im Bereitschaftsdienst ist künftig auch Kevin Kautsch mit von der Partie: „Wir sind ein starkes Team, das bei einer Störung vier Kläranlagen und 30 Pumpwerke im Griff haben muss“, sagt Daniela Fröber. 

aws selb 09191Gratulation zum hervorragenden Ausbildungsabschluss mit der Traumnote 1,0. Von links: AWS-Werkleiter Klaus Burkhardt, Technische Leiterin der Kläranlage Selb Daniela Fröber, Kevin Kautsch und Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch 

selb-live.de – Presseinfo AWS Selb

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