Anzeige

28.5.2020 – Eine Sondersitzung des Selber Stadtrates am 14. Juli widmet sich vorrangig einem Thema: Wann kehrt das Selber Krankenhaus wieder zum „Normalbetrieb“ zurück? Welche Entwicklungsmöglichkeiten ergeben sich aus der Corona-Pandemie für das Krankenhaus? Zur öffentlichen Sitzung eingeladen ist der Geschäftsführer des Klinikums Fichtelgebirge gGmbH, Martin Schmid, um die aktuelle Situation am Klinikum und die Zukunftsperspektiven für das Haus Selb zu erläutern und Fragen zu beantworten.

In Folge der vorübergehenden Schwerpunktnutzung für die Covid-19-Patienten sind viele Menschen in der Region hinsichtlich der Zukunft des Hauses verunsichert. Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, der dem Aufsichtsrat des Klinikums angehört, sieht jedoch als Folge der Pandemie gute Entwicklungsmöglichkeiten für den Standort Selb. „Im aktualisierten Bayerischen Krankenhausplan 01/2020 wird das Krankenhaus Selb unverändert mit der Versorgungsstufe II geführt. Die bayerische Krankenhausplanung legt Wert darauf, dass eine differenzierte Schwerpunktversorgung in Oberzentren wie Selb/Asch zur Verfügung gestellt wird“, stellt Pötzsch klar.

Im Haus Selb sei mit dem Chefarzt Jan-Felix Buchmann eine gut aufgestellte Unfallchirurgie am Start. Die D-Arzt-Versorgung vor Ort habe für die Selber Industrie große Bedeutung und sei pandemiebedingt nur vorübergehend nach Marktredwitz ausgelagert. In das moderne Wirbelsäulenzentrum im Selber Haus seien in den letzten Jahren rund 1,2 Millionen Euro investiert worden. Jetzt gelte es in Selb sowohl die Pulmologie, als auch die Chirurgie auszubauen und weiter zu spezialisieren.

Die SARS-CoV-2-Pandemie habe gezeigt, dass die kleineren Krankenhäuser vor Ort für die Daseinsfürsorge der Bevölkerung unverzichtbar seien. „Ich hoffe, dass bei den verantwortlichen Gesundheitsministern von Bund und Ländern jetzt ein Prozess des Umdenkens einsetzt“, zeigt sich Pötzsch zuversichtlich.

selb-live.de – Presseinfo Stadt Selb

FacebookXingTwitterLinkedIn