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lions selb 0220112.2.2020 - Jede Menge Beifall war der verdiente Lohn für die Protagonisten auf der Bühne des gut besuchten Rosenthal-Theater. Sie sorgten nicht nur für einen abwechslungsreichen musikalischen Abend. Gänzlich ohne Honorar traten sie auf, dies für einen guten Zweck. Bereits zum 14. Mal in Folge hieß es nämlich „Mit Musik helfen“.

Zur Benefizveranstaltung lud der Lions-Club „Selb an der Porzellanstraße“. Die erneut zahlreichen Besucher dürften ihr Kommen nicht bereut haben. Den Organisatoren um den amtierenden Lions-Club Präsidenten Dr. Felipe Wolff-Fabris und insbesondere Elisabeth und Werner Gebhardt war es erneut gelungen, Musiker und Akteure aus Selb und Umgebung für diese Veranstaltung zu gewinnen. Viel Überredungskünste habe es da auch gar nicht gebraucht. Auch diesmal lions selb 02202kommt der Reinerlös des Abends - wie auch aus den weiteren Lions-Jahreshöhepunkten wie dem Selber Wandertag, der Porzellanwurfbude und der Weihnachtstombola - sozialen Zwecken zugute. Über 150 verschiedene Projekte mit einem Gesamtspendenvolumen in Höhe von fast 250.000 Euro konnten so schon seit dem Bestehen des 2004 gegründeten Selber Lions-Club unterstützt werden.

Die Mischung aus erfahrenen Künstlern und jungen Talenten bot ein interessantes und unterhaltsames Programm. Mit eifrig Applaus wurden die schwungvollen Auftritte der Tanzgarde der TB Marktleuthen honoriert. Die Akteurinnen boten nicht nur einen flotten Gardetanz, sondern entführten bei einem lions selb 02203Schautanz auch in die Welt des Sports. Unter der Leitung von Constanze Schweizer-Elser brachten die jungen Sängerinnen und Sänger des Jugendchors der Stadtkirche Selb die Songs „Without me“, „Titanium“ und „Hallelujah“ zum Besten. Ruhig war es in den Sitzreihen, denn vollste Konzentration galt den Gitarren-Klängen von Tom Hapke. Er bewies beim Tango „Verano Porteno“, weshalb er bei „Jugend musiziert“ schon mit Preisen ausgezeichnet wurde. Bemerkenswert auch das Zusammenspiel der beiden Musikschülerinnen Carla Kleeberger am Saxophon und Helena Merz am Klavier. Sie präsentierten das Stück „Concertino“ von Jean Baptiste Singelee. Sie unterstrichen abermals, welch hervorragende Arbeit an der Musikschule Selb geleistet wird. Von dieser stammte einst auch Eva Enders. Mit ihrer Stimmgewalt überzeugte sie die Zuhörer bei den Stücken „An die Musik“ von Franz Schubert und „Voce di donna“ aus der Oper „La Gioconda“. Begleitet wurde sie dabei von Susanne Scriba am Klavier. Von der Klassik ging es über zu einer traditionellen Musikrichtung aus Amerika. Der 18jährige Ramirez Lindner aus Marktredwitz verdiente sich dabei mit zwei selbstgeschriebenen Songs den Applaus. Selbigen erhielt zudem die Formation „SelbControl“. Von „Smooth Operator“ über „Tennessee Whiskey“ über „Du hast den Farbfilm lions selb 02201vergessen“ bis „Sommer in Selb Stadt“ präsentierte die Band gleich sieben Songs aus ihrem vielfältigen Repertoire – das übrigens in Selb bei der nächsten „Selber Musik- und Kneipennacht“ am 7. März wieder in voller Länge geboten wird.

Die Lacher hatten außerdem Werner Gebhardt und Dr. Felipe Wolff-Fabris auf ihrer Seite. Letztgenannter stammt aus Brasilien und lebt seit einigen Jahren in Selb. Nicht ganz so geheuer ist ihm da aber noch der Dialekt am Ort. Bei der „Söllwer Mundart" erklärte ihm Gebhardt so manch Feinheiten der Selber Sprache, übersetzt ins Beamtendeutsch, was das Publikum bestens amüsierte. So weiß der Zugezogene nun auch um was es sich handelt, wenn beim Metzger von einem „Napfl Stadtratslippen“ gesprochen wird: einem Becher voll Ochsenschwanzsuppe. „Selber Mundart verstehen, das ist ein Stück mehr Lebensqualität“, freut sich der amtierende Lions-Präsident.

selb-live.de – Michael Sporer

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