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lions selb 0219113.2.2019 - Jede Menge Beifall war der verdiente Lohn für die Protagonisten auf der Bühne des gut besuchten Rosenthal-Theater. Sie sorgten nicht nur für einen abwechslungsreichen musikalischen Abend. Gänzlich ohne Honorar traten sie auf, dies für einen guten Zweck. Bereits

zum zwölften Mal in Folge hieß es nämlich „Mit Musik helfen“. Zur Benefizveranstaltung lud der Lions-Club „Selb an der Porzellanstraße“. Die erneut zahlreichen Besucher dürften ihr Kommen nicht bereut haben. Den Organisatoren um den amtierenden Lions-Club Präsidenten Wilfrid Erhard und insbesondere Elisabeth und Werner Gebhardt war es erneut gelungen, Musiker und Akteure aus Selb und Umgebung für diese Veranstaltung zu gewinnen. Viel Überredungskünste habe es da auch gar nicht gebraucht. Auch diesmal kommt der Reinerlös des Abends - wie auch aus den weiteren Lions-Jahreshöhepunkten wie dem Selber Wandertag, der Porzellanwurfbude und der Weihnachtstombola - sozialen Zwecken zugute.

Die Mischung aus erfahrenen Künstlern und jungen Talenten bot ein interessantes und unterhaltsames Programm. Mit eifrig Applaus wurden die lions selb 02191schwungvollen Auftritte der Tanzgarde der TG Höchstädt honoriert. Die Akteurinnen boten nicht nur einen flotten Gardetanz, zu einer „Unfreiwilligen Reise nach Indien“ führte auch ein Tanz aus Bollywood. „Falco meets Freddie Mercury“ hieß es zudem bei der „Alten Schachteln“ des Vereins.

Ruhig war es in den Sitzreihen, denn vollste Konzentration galt den Gitarren-Klängen der erst kürzlich bei „Jugend musiziert" mit dem ersten Preis ausgezeichneten jungen Musikschüler Fabian Thoss und Oskar Seitz bei „Romanze“ (Josef Küffner) und Tango Mango (Ctibor Süsser). Bemerkenswert auch das Zusammenspiel der beiden 14jährigen Musikschülerinnen Carla Kleeberger am Saxophon und Helena Merz am Klavier. Sie präsentierten das Stück „Piece Brave“ von Rene Duclos. Beide Duos unterstrichen abermals, welch hervorragende Arbeit an der Musikschule Selb geleistet wird. Das natürlich durch die gute Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer. Diese standen in Person von Kinga Schröder am Violoncello und Susanne Scriba am Klavier selbst mit auf der Bühne. Einfühlsam brachten sie gemeinsam die „Zweite Romance op. 255“ (Johann Strauss – Sohn) und das „Lied ohne Worte op. 109“ von Felix Mendelssohn- Bartholdy zum Besten.

lions selb 02192Mit einer besonderen musikalischen Note zu gefallen wusste der Gesangverein Thalia Selb unter der Leitung von Christian Metz. Mit ihrer Stimmgewalt überzeugten die Sänger des traditionsreichen Männerchors und boten Ausschnitte aus ihrem vielfältigen Repertoire. Vom Chianti-Lied über den Wilden Westen und dem Fliegermarsch bis hin zu unvergessenen Schlagern von Udo Jürgens waren es intonationssichere, klangschöne Darbietungen. „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ war da gar eine passende Überleitung zu den musikalischen Klängen des Posaunenchor Selb. Selbiger wurde schließlich im Jahr 1953 gegründet. Zahlreiche Auftritte bestreiten die Musiker unter der Leitung von Bezirkskantorin Constanze Schweizer-Elser Jahr für Jahr. Im Rosenthal-Theater waren sowohl klassische Stücke unter anderem von Georg-Friedrich Händel zu hören, wie auch das breite Repertoire mit Melodien bekannter Songs wie „Yesterday“ von John Lennon und Paul McCartney sowie „Don‘t worry be happy“ von Bobby Mc Ferrin aufgezeigt wurde.

Die Lacher hatten außerdem Werner Gebhardt und Dr. Felipe Wolff-Fabris auf ihrer Seite. Letztgenannter stammt aus Brasilien und lebt seit einigen Jahren in Selb. Nicht ganz so geheuer ist ihm da aber noch der Dialekt am Ort. Bei der „Söllwer Mundart" erklärte ihm Gebhardt so manch Feinheiten der Selber Sprache, übersetzt ins Beamtendeutsch, was das Publikum bestens amüsierte. 

lions selb 02193selb-live.de – Michael Sporer

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