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13.3.2019 - „Die meisten sind keine echten Flüchtlinge, sondern wollen nur ein besseres Leben!“ - „Das sind alles starke junge Männer, die es auf unsere Frauen abgesehen haben!“ - „Statt zu arbeiten, nutzen sie unsere Sozialsysteme aus!“

Solche Sprüche machen erstmal sprachlos. Und doch sprechen viele Menschen so über Flüchtlinge: mit pauschalen Vorwürfen, die Sozialneid und Fremdenfeindlichkeit schüren, denn Vorurteile gegenüber „Fremden“, Diskriminierung und Rassismus begegnen uns fast täglich, egal ob in den Medien, bei der Arbeit, im Bus oder im Bekanntenkreis. Vor allem ehrenamtlich engagierte Menschen sind mit den Aussagen und Positionen rechter Parteien konfrontiert - und manchmal verunsichert. Und was ist zu tun, wenn gute Freunde, Familienmitglieder oder sympathische Kolleg/innen abfällig über Geflüchtete sprechen? Wie gehen wir im Alltag mit menschenfeindlicher Hetze und Hate Speech im Netz um? Wie reagieren?

Im Workshop Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“ entwickeln wir Strategien, wie wir Rassismus benennen, Schein-Wahrheiten hinterfragen und zumindest ein Nachdenken bewirken können. Denn populistische Parolen, die unwidersprochen bleiben, gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt und höhlen die demokratische Kultur und Toleranz aus. "Stammtischparolen", gemeint sind im Alltag aufkommende aggressive, zugespitzte, ausgrenzende und diskriminierende sowie schlagwortartig vorgebrachte Äußerungen, die oft sprachlos machen.

Angesprochen sind alle Interessierten, die in ihrer ehren- oder hauptamtlichen Arbeit mit Geflüchteten aktiv sind. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen zu intervenieren und bei öffentlich und lautstark geäußerten populistischen Parolen ihren Widerspruch zu artikulieren. Unser Argumentationstraining ist eine Veranstaltung, die Partei ergreift - für Zivilcourage und Humanität, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus!

 

Samstag, 16. März 2019

10:00 – 15:00 Uhr

Selb, JAM, Karl-Marx-Str. 6

Leitung: Constanze Borckmann, Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus